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20/12/2016

Weihnachtsgrüße 2016

Weihnachtszeit - Mit Sicherheit!


Das Team von Simplified Safety und Simplified Building möchte sich einmal wieder zum Jahresende für die angenehme Zusammenarbeit und die vielen spannenden Projekte bedanken. 

VIELEN DANK!

Wir verabschieden uns am 23.12.2016 in die Betriebsferien und sind ab dem 02.01.2017 wieder wie gewohnt für Sie da.

Genießen Sie die kommenden Weihnachtsfeiertage, erholen Sie sich gut und starten Sie mit viel Schwung ins neue Jahr!

Verfasst am 20/12/2016 um 08:26 AM
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24/11/2016

Leiterunfälle vermeiden – Zusätzliche Sicherungen verwenden

Wenn man das Schlagwort „Leiterunfall“ liest, erinnert man sich gerne an fahrlässige Aktionen und lustige Fail-Bilder. Jedoch sollte das Thema nicht verharmlost und schon gar nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Laut einer Statistik der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung DGUV gingen ca. 46% aller meldepflichtigen Absturzunfälle 2012 von Leitern und/oder dem nicht sachgerechten Gebrauch von Leitern einher. Hierbei entstanden die meisten Unfälle durch einfache Bewegungen, wobei mit Unter nicht einmal Werkzeug oder andere Gegenstände verwendet wurden.
Quelle: DGUV, Deutsche Gestetzliche Unfallversicherung, Willi Standke (Januar 2014) “Statistik - Arbeitsunfallgeschehen 2012“ unter:
http://www.dguv.de/medien/inhalt/zahlen/documents/au_statistik_2012.pdf
(Stand: 14.11.2016)

Das Resultat der BGN Kampagne „Bleib oben!“ ist ebenfalls, dass die allermeisten Fälle von Leiterunfällen durch falsches Verhalten, wie etwa falsches Aufstellen oder weites seitliches Herauslehnen verursacht wurden.
Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (DGN), 04.02.2014 „Zu viele Leiterunfälle“ unter:
https://www.bgn.de/446/46810/1?wc_origin=%2F10321%3Fweek%3D05%26type%3Dlist
(Stand: 14.11.2016)

Um diese Zahl der Arbeitsunfälle zu senken, gibt es bereits diverse Lösungen für unterschiedliche Problemstellungen bei der Arbeit mit Leitern. Wir wollen im folgenden Beitrag einmal die gängigsten Leiterunfälle, die Ursachen und mögliche Maßnahmen betrachten:


1. Kein ebener Untergrund


Oftmals muss eine bestimmte Arbeit schnell erledigt werden und dadurch wird der sichere Stand der Leiter vernachlässigt. Wir haben hierzu schon die kreativsten Umsetzungen gesehen, wobei zu sagen ist, dass bei über 70% der Leiterunfälle ein bestimmtes Risiko bewusst in Kauf genommen wurde. Aus unserer Sicht sollte niemals unter riskanten oder sogar fahrlässigen Bedingungen gearbeitet werden. Dies ist jedoch sehr oft der Fall wenn improvisiert werden muss. Deshalb ist zu prüfen, auf welchen Untergründen Leitern gestellt werden müssen. Im Idealfall gibt es im Vorfeld eine Begehung der Arbeitsstätte oder zumindest einen Austausch von Bildern. Wenn im Vorfeld bereits klar ist, dass es unterschiedliche Untergründe und Bodenneigungen gibt, sollte frühzeitig eine Lösung gefunden werden.
Bei unebenen und wechselnden Untergründen empfehlen wir den Anchor Fix Standfuß oder die Ladder Spurs Seitenstützen um den Stand der Leiter zu stabilisieren. Sie merken bereits ab der ersten Sprosse einen enormen Unterschied.

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2. Kein geeigneter Anlehnpunkt


Muss die Leiter an einer Ecke der Fassade oder einer anderen Kante angelehnt werden, kann es schnell wackelig werden. Hierbei können die ersten paar Schritte noch eine trügerische Sicherheit vermitteln und bei erreichter Höhe merkt man erst, wie unsicher der Stand der Leiter eigentlich ist. Das ist kein spaßiger Moment. Wenn man jetzt noch Höhenangst bekommt ist ein Absturz eigentlich schon vorprogrammiert.


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3. Keine Bewegungsfreiheit


Wenn Bewegungsfreiheit ein Muss darstellt, wie z.B. beim Reinigen von Regenrinnen oder bei Malerarbeiten, dann muss die Leiter einen sicheren Stand haben und sollte dem Personal einen möglichst großen Radius zum Arbeiten ermöglichen. So muss man auch nicht alle 20cm die Leiter runtersteigen, sie neu ausrichten und wieder hochsteigen. Außerdem ermöglicht dieses System der Arbeitskraft eine ergonomische Körperhaltung.
Wenn man an einer Fassade mehrere Aufgaben zu erledigen hat und benötigt eine Ablage, dann bietet eigentlich nur ein Gerüst den nötigen Absturzschutz. Jedoch ist es nicht sinnvoll für kleinere Arbeiten an der Fassade eine komplettes Gerüst aufzubauen. Mit dem Mono-Dec lassen sich genau diese Arbeiten sicher, einfach und schnell erledigen. Auf der Plattform ist genug Platz für Werkzeugkisten, Farbeimer, Wassereimer und was sonst noch für die jeweilige Tätigkeit benötigt wird. Außerdem können bis zu zwei Personen gleichzeitig arbeiten und die Plattform bietet immer noch genug seitliche Stabilität auf Grund der breiten Basis.


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Generell empfehlen wir eine Checkliste durchzugehen, bevor Sie eine bestimmte Tätigkeit ausführen. Hierzu bietet der Universum Verlag ein breites Angebot an Checklisten. Unter S finden Sie die Checkliste „Stehleitern richtig benutzen“. absichern.

Verfasst am 24/11/2016 um 12:55 PM
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18/10/2016

Sichere Zugangslösungen für jede Anforderung

Zugänge, Durchgänge, Türen, Tore, Treppen, Portale, Schleusen, usw… Es gibt Zugangslösungen für jede erdenkliche Anforderung. Dabei wird jedoch oft außer Acht gelassen, dass eigenes - oder sogar fremdes Personal wie z.B. Lieferanten mit dem System umgehen sollen ohne sich selbst oder andere einem Risiko auszusetzen. Ja, Sie haben richtig gehört. Laut einem Artikel der deutschen Handwerkszeitung geht in Deutschland jeder fünfte Arbeitsunfall auf Stolpern, Rutschen oder Stürzen zurück. „Die sogenannten SRS (Stolpern-Rutschen-Stürzen) Unfälle führen seit Jahren konstant die Liste der meldepflichtigen Arbeitsunfälle an.“
Quelle: Deutsche Handwerkszeitung (01.03.2016) „Arbeitsunfall: Stolpern, Rutschen und Stürze am häufigsten“ unter: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/arbeitsunfall-stolpern-rutschen-und-stuerze-am-haeufigsten/150/22776/324665
(Stand: 18.10.2016)

Um Personen, Paletten und sogar Maschinen gegen Absturz zu sichern, müssen neben den baulichen Gegebenheiten auch die jeweiligen Arbeiten und die Akzeptanz der Angestellten gegenüber den Maßnahmen abwägt werden. Da bereits ein Durchbruch durch eine Wand als Zugangslösung gesehen werden kann, gibt es diverse Umsetzungsvarianten. Obwohl die Sicherheit der Angestellten in Deutschland durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Vorschriften der Berufsgenossenschaften und durch allgemeine Normen (DIN, EN, ISO) geregelt wird, kennen sich doch viele Gebäudeeigentümer und Arbeitsschutzbeauftragte nicht ausreichend mit der Thematik aus.
ACHTUNG: Das kann fatale Folgen haben, da im Falle eines Falles nicht nur erhebliche Konsequenzen für die jeweiligen Personen anstehen, sondern weil ein Imageschaden für das Unternehmen weitreichende Folgen haben kann!

Aber Vorsicht! In den meisten Fällen wird nach einer schnell umsetzbaren und billigen Lösung gesucht und in der Regel wird diese auch gefunden. Das führt dazu, dass sehr oft die sicherheitsrelevanten Aspekte überwiegen und der alltägliche Arbeitsablauf verkompliziert wird. Am Ende wird sich der jeweilige Arbeiter nur so lang mit der Sicherheitslösung arrangieren, bis die Erfüllung der entsprechenden Arbeitsleistung davon beeinträchtigt wird. Wenn das System deshalb angepasst oder sogar zweckentfremdet wird, kann gerade die Sicherheitsmaßnahme eine Gefährdung darstellen. Damit dies nicht passiert, sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, was Ihre Anforderungen an eine sichere Zugangslösung sind. Im Idealfall wird der Zugang dadurch nicht nur sicherer sondern auch übersichtlicher und effizienter. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihren sicheren Durchgang zu planen und zu realisieren.

Simplified-Safety Sicherheitsgeländer-Kit Zuganglösungen

Jeder kennt die Zeiten in denen die Konzentration entweder noch auf sich warten lässt oder schon wieder aufgebraucht ist. Wenn dann noch Stolperfallen oder andere Gefährdungen gegeben sind, passieren schnell vermeidbare Arbeitsunfälle. Auch vermeintlich sichere Zugangslösungen, wie große Tore und Leiterausstiege verbergen ungeahnte Risiken für Personal und Maschinen. Kommt es dann noch zu einer Beeinträchtigung der Übersichtlichkeit oder Konzentration einzelner Angestellter ist ein Unfall quasi schon vorprogrammiert. Dabei ist z.B. in der Norm DIN EN 14122-3 und 4 an Hand von Mindestanforderungen geregelt wie der Zugang zu Maschinen ermöglicht werden muss.

Dabei gibt es diverse Lösungen, um den Absturz bei nicht durchgängigen Geländern zu verhindern. Muss an einer bestimmten Stelle, wie z.B. an einem Leiterausstieg, ein Durchgang berücksichtigt werden, sollte man diesen mit einer selbstschließenden Sicherheitstür absichern. Eine selbstschließende Sicherheitstür schließt sich, wie der Name schon sagt, von alleine. Das heißt, dass sie sich nur in eine bestimmte Richtung öffnen lässt. In Richtung einer Absturzkante stellt sie dementsprechend eine Absturzsicherung dar.

Für extra breite Durchgänge kann eine doppelte selbstschließende Sicherheitstür verwendet werden.

Für die Übergabe von Paletten, auch über mehrere Stockwerke, können Palettenschleusen eingesetzt werden. Sie schließen das Geländersystem permanent und bieten somit eine ideale Absturzsicherung. Die integrierte Fußleiste schützt untenstehende Arbeiter ebenfalls vor fallenden Gegenständen.

Da unsere Geländersysteme aus KEE KLAMP Rohrverbindern sehr variabel und vielseitig erweiterbar sind, können auch individuelle Zugangslösungen realisiert werden. Wenn Sie einen Sonderfall lösen müssen, können Sie gerne einen unserer Experten kontaktieren.

Wenden Sie sich an unsere Experten!

Geben Sie uns ein paar Details über Ihr Projekt.

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Verfasst am 18/10/2016 um 01:19 PM
AbsturzsicherungenGeländerPermalink

07/09/2016

Einfach sicher und stressfrei in den Winter - Frühzeitig Wartungen auf Ihren Dächern erledigen

Natürlich denkt man an diese Arbeiten erst wenn es eigentlich schon zu spät ist. Bei einem milden Sommer, mit freundlichen und trockenen Wetterbedingungen, fallen Mängel oder Schäden auf Dächern mit Unter erst im Herbst oder sogar im Winter auf… Wenn überhaupt?!

Dabei eignen sich die aktuellen Wetterverhältnisse dafür die Wartungsarbeiten unkompliziert und kurzfristig durchzuführen. Gerade bei industriellen Flachdächern fällt doch eine Menge an Aufgaben an, die üblicherweise in einer Checkliste zusammengefasst werden. Unter Anderem sollte ein Flachdach regelmäßig auf Dichtigkeit, Funktion der Wasserabflüsse, Pflanzenwuchs, Funktion der Lüftungs- und Klimaanlagen, uvm. geprüft werden.


Sofern wegen anliegender Grünflächen das Dach im Herbst sowieso von Blättern, Ästen, usw. geräumt werden muss, kann auch mit diesem Arbeitsvorgang eine allgemeine Wartung durchgeführt werden. Sobald Fachkräfte, Fremdfirmen oder hauseigenes Personal das Dach geschickt werden, muss die Sicherheit der jeweiligen Personen gewährleistet sein. Diese Regelung des Arbeitsschutzes finden Sie beispielweise in den berufsgenossenschaftlichen Regeln unter BGR 203.

Sollte es zu Schäden am Dach kommen, ohne dass das Dach regelmäßig überprüft wurde, kann es passieren, dass ein Versicherungsunternehmen die Schäden nicht übernehmen muss. Ebenfalls die Sturmklausel, die besagt, dass ab einer Windstärke von 8 (min. 61,9km/h) die Versicherung einen verursachten Schaden übernimmt, schützt nicht vor der Pflicht das Dach zu warten. Die Versicherer begründen dies mit der Zunahme von Wetterphänomenen und vermeidbaren Maßnahmen durch die Gebäudeeigentümer.
Quelle: LifePR, Harald Friedrich (27.05.2014) „Dachschaden: „Sturmklausel“ entbindet nicht von der Wartungspflicht“ unter: http://www.lifepr.de/pressemitteilung/hfredaktion-harald-friedrich/Dachschaden-Sturmklausel-entbindet-nicht-von-der-Wartungspflicht/boxid/489440 (Stand: 07.09.2016)

Deshalb empfiehlt Simplified Safety für den Spätsommer: Erledigen Sie Wartungen und Arbeiten auf Ihren Dächern, sodass Sie „einfach sicher“ in den Winter starten!

Verfasst am 07/09/2016 um 02:24 PM
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15/08/2016

Streben nach Risiko, die menschliche Natur

Es scheint so, als brauche der Mensch ein gewisses Maß an Risiken, um selbst nicht zu leichtsinnigem oder rücksichtslosem Verhalten zu tendieren. Hierzu gibt es viele Studien und Fallbeispiele, wann es vermeintlich zu sicher ist und Menschen dadurch unvorsichtig werden.
In einem Spiegel-Artikel von 2007 beschreibt die Autorin Katrin Blawat dieses Phänomen an Hand der Einführung der Gurtpflicht in England. Laut der durchgeführten Studien sind die Zahlen der Verkehrstoten gesunken, aber dafür wurde ein weiterer Effekt sichtbar. Während die Todesfälle von Autoinsassen, die auf einem Vordersitz verunglückten durch die Gurtpflicht verringert werden konnten, stieg die Zahl der verunglückten Insassen auf dem Rücksitz, sowie die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer und Fußgänger an. In dem Artikel beschreibt der Psychologe John Adams diesen Ausgang folgendermaßen: „In der Gewissheit, nun besser geschützt zu sein, fuhren die angeschnallten Autofahrer riskanter und unaufmerksamer.“
Quelle: Spiegel Online, Katrin Blawat (27.09.2007) „Risiko statt Sicherheit: Der Mensch sucht die Gefahr“ unter: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/risiko-statt-sicherheit-der-mensch-sucht-die-gefahr-a-505448.html (Stand: 15.08.2016)

Eine weitere dieser menschlichen Fehleinschätzungen wenn es um Risiken geht, erklärt der Risikoforscher Ortwin Renn im Zeit-Online-Interview „Das Fürchten lernen“ mit Christian Heinrich. Hierfür verwendet er den allseits beliebten Vergleich der Todeszahlen bei Flugzeugabstürzen und Autounfällen. Trotz dieser menschlichen Fehleinschätzung bemerkt der Autor, dass obwohl der technischen Entwicklung und der fortschreitenden Automatisierung die beruflichen Unfälle in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind. „Mit einer Kombination von mehr Sicherheit durch Technik, organisatorische Sicherheitsvorkehrungen und auch besseres Training von Personal haben wir in den letzten drei Jahrzehnten einen erheblichen Rückgang tödlicher Unfälle einleiten können. Sicherheit ist in Deutschland eine Erfolgsgeschichte.“ Quelle: Zeit Online, Christian Heinrich (10.04.2014) „Das Fürchten lernen“ unter: http://www.zeit.de/2014/16/interview-risikoforscher-arbeit-sicherheit (Stand: 15.08.2016)

Um diese Erfolgsgeschichte bestmöglich fortzuführen, setzen wir von Simplified Safety auf die Qualität unserer Produkte, eine individuelle Beratung und unsere langjährige Erfahrung mit den Themen Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz.

Dennoch spielt der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle…

Trotz der positiven Entwicklung lassen sich auch heute noch ausgebildete Fachkräfte zu fahrlässigen Handlungen verleiten.

Verfasst am 15/08/2016 um 01:31 PM
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26/04/2016

Brauche ich eine selbstschließende Sicherheitstür?

Brauche ich eine selbstschließende Sicherheitstür?

Schauen Sie sich einmal in Ihrer Nachbarschaft um. Wie viele Zäune sehen Sie? Wahrscheinlich einige, nicht wahr? Und wie viele der Zäune haben kein Tor? Wir wagen zu vermuten, dass es wenige bis gar keine sind. - Das liegt daran, dass ein Zaun normalerweise aus einem bestimmten Grund gebaut wird: Zum Beispiel um Tiere und/oder Personen vom Grundstück fernzuhalten. Ohne einen Eingang oder ein Tor kann der Zaun jedoch nicht wirklich seinen Zweck erfüllen. Und dennoch wird auf den Baustellen in ganz Deutschland ein Geländer nach dem anderen aufgebaut, ohne einen sicheren Zugang zu gewährleisten. Die Geländer dienen zum Schutz der Arbeiter vor einem Absturz. Die Absturzgeländer werden zum Beispiel auf Dächern, Gerüsten, Maschinen und allen anderen Arbeitsplätzen in der Höhe installiert. In vielen Fällen fehlt aber eine Sicherung, die den Angestellten am Zugang zum Arbeitsplatz schützt. Doch wie können Geländer sicher sein, wenn sie keinen Komplettschutz bieten? Wie schützt ein Sicherheitsgeländer, wenn der Arbeiter oder das Wartungspersonal zum Beispiel am Leiteraufstieg abstürzen kann?

Sicherheitstüren gibt es bereits seit einiger Zeit, doch wurden sie in der Vergangenheit nicht oft genug eingesetzt. Zum einen liegt es an einer fehlerhaften Planung oder gar Unwissenheit, zum anderen wollen die Unternehmen manchmal Kosten einsparen (wobei die geringen Zusatzkosten für eine Sicherheitstür nichts sind im Vergleich zu den möglichen aufkommenden Kosten eines Arbeitsunfalls). Zudem ist es verantwortungslos, Angestellte, Arbeiter oder das Personal von Fremdfirmen nicht ausreichend zu schützen, schlimmer noch – ihnen ein falsches Gefühl von Sicherheit zu geben und zudem noch gegen die gesetzlichen Regelungen zu verstoßen.

Was schreiben die gesetzlichen Normen vor?

In der DIN EN 14122 sind die ortsfesten Zugänge zu maschinellen Anlagen geregelt. Der Teil 3 beschäftigt sich mit Treppen, Treppenleitern und Geländern. Unter Punkt 3.2 werden die typischen Bauteile eines Geländers erklärt. Dazu gehört neben Hand- und Knielauf, Pfosten und Fußleiste auch die selbstschließende Durchgangssperre. Die selbstschließende Sicherheitstür muss sich leicht öffnen lassen und sich automatisch schließen, sobald sie losgelassen wird. Unter Punkt 7.1.9 der DIN EN 14122-3 wird festgelegt, dass der Freiraum zwischen zwei Geländersegmenten nicht kleiner als 75 mm und nicht größer als 120 mm sein darf. Sobald die Öffnung größer ist, muss eine selbstschließende Sicherheitstür verwendet werden. Beachten Sie dabei, dass der Durchgang den gleichen Schutz bieten muss, wie das Geländer. Aus diesem Grund müssen der Hand- und Knielauf in der gleichen Höhe angebracht werden wie am angrenzenden Geländer. Um ein unbeabsichtigtes Öffnen oder Hindurchfallen zu verhindern, müssen sich die selbstschließenden Sicherheitstüren in Richtung der Arbeitsebene öffnen.

Die DIN EN 14122 Teil 4 zu ortsfesten Steigleitern schreibt eine selbstschließende Durchgangssperre an Leiterausstiegen vor. Simplified Safety bietet Ihnen dafür eine Leiterausstiegssicherung an, die konform nach DIN EN 14122-4 ist. Lesen Sie mehr dazu auf der Produktseite Leiterausstiegssicherung.

Die selbstschließenden Sicherheitstüren von Simplified Safety lassen sich einfach installieren und sind einfach anzuwenden. Da sie sich automatisch hinter der Person schließen, lassen sie nur sehr wenig Raum für menschliche Fehler. Halten Sie sich an die gesetzlichen Regelungen, minimieren Sie Ihr Haftungsrisiko und sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Angestellten und Arbeiter sowie das Personal von Fremdfirmen IMMER in einer sicheren Arbeitsumgebung befinden.

Verfasst am 26/04/2016 um 12:25 PM
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17/03/2016

Kaltes Wetter bei Arbeiten in der Höhe

Kaltes Wetter bei Arbeiten in der Höhe

Mit Sicherheit birgt kaltes Winterwetter Gefahren für jeden, der im Freien arbeitet. Dennoch ist es ein großer Unterschied, ob man am Boden arbeitet, auf dem Dach eines Bürogebäudes, oder am Bau eines Wolkenkratzers. Was wie ein normaler Wintertag am Boden erscheint, kann mit starkem Wind und extremen Temperaturen in der Höhe verbunden sein. Unternehmen und ihre Belegschaften müssen sich angemessen auf die Probleme bei kaltem Wetter vorbereiten, um die Angestellten zu schützen.

Wind

Falls Sie sich die aktuellen Informationen zur Windgeschwindigkeit online beschaffen, dann bekommen Sie wahrscheinlich bodennahe Ablesungen. Mit steigender Höhe nehmen aber auch die Windgeschwindigkeiten rapide zu. Wenn Sie sich also den Einsatz der Angestellten nach bodennahen Windgeschwindigkeiten planen, bringen Sie diese in größte Gefahr. Sie können schnell von starkem Wind überrascht werden. Auch Gerüste können kaputt gehen, wenn sie nicht richtig gebaut oder gesichert wurden. Insbesondere bei kaltem Wetter nutzen Gerüstbauer Folie – diese könnte vom Wind erfasst werden, wie ein Segel wirken und das gesamte Gerüst zu Boden reißen. Die höchste Sicherheit haben Sie, wenn Sie eine eigene Wetterstation im Einsatzbereich einbauen. So haben Sie immer die genausten Werte.

Eis und Schnee

Schnee zu erkennen ist einfach. Sie sehen normalerweise, wenn es schneit und selbst, wenn es plötzlich über Nacht schneit, ist es morgens sehr sichtbar. Dennoch sollten Sie auch immer die Windgeschwindigkeiten mit einbeziehen. Ein Schneesturm ist sehr gefährlich und bei diesen sollten auf keinen Fall Arbeiten in der Höhe vorgenommen werden!

Eis hingegen ist nicht immer so einfach zu erkennen. Achten Sie ganz genau auf die Wetterbedingungen sowie undichte Stellen oder Bereiche, in denen das Wasser dazu neigt, zu akkumulieren. Da Salz nicht so gut auf frisch gegossenem Beton funktioniert, stellen Sie Ihren Angestellten alternative Enteiser zur Verfügung, so dass ein sicheres Arbeiten im Gehbereich ermöglicht wird. Eis und Schnee ist gefährlich genug am Boden, aber in der Höhe wird es zu einem fatalen Absturzrisiko. Unterscheiden Sie zwischen Blitzeis auf einem Bürgersteig gegenüber Blitzeis am Dachrand oder auf einem Stahlträger. Stellen Sie sicher, dass die Aufstiegsleitern und Gerüste gereinigt werden. Denken Sie daran, dass niemand auf die Gerüste darf - außer die jenigen Personen, die für die Reinigung zuständig sind – bis Schnee und Eis komplett entfernt wurden.

Erfrierungen

Falls Sie privat einer der verrückten Menschen sind, die mitten im Februar oder März, nur mit Körperfarbe, Shorts und Fan-T-Shirt bekleidet, zur Fußballbundesliga gehen, dann ist das Ihre Entscheidung. Diese Kleidung wird jedoch bei der Arbeit im Freien nicht ausreichen. Erfrierungen – und Hyperthermie – sind sehr reale Geschehnisse in der Kälte, auf die Sie sich vorbereiten müssen. Kleiden Sie sich angemessen für die Arbeit im Freien. Verwenden Sie mehrere Kleidungsschichten, die Sie, je nach Bedarf, anpassen können. Sollten Sie auf einem schneebedeckten Dach arbeiten, dann stellen Sie sicher, dass Ihre Sicherheitsschuhe, Ihre Handschuhe und Ihre gesamte Kleidung wasserdicht sind. Sollte Ihre Kleidung doch durchnässen, dann wechseln Sie diese sofort mit trockener Kleidung. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Pausen machen, in denen Sie sich aufwärmen können. Wenn Ihre Hände zu kalt sind, kann es passieren, dass Sie zum Beispiel eine Leitersprosse nicht richtig spüren oder Ihnen das Werkzeug aus der Hand fällt und womöglich noch Kollegen verletzt. Weiterhin könnten Sie sich schwächer und desorientiert fühlen. Diese Folgen für Erfrierungserscheinungen sind in jeder Höhe ein Problem, aber bei Arbeiten mit Absturzgefahr weitaus gefährlicher!

Rettungsausrüstung

Ihr Kollege stürzt vom Gebäude, aber Dank persönlicher Schutzausrüstung wurde er rechtzeitig aufgefangen und ein Aufprall verhindert. Jetzt müssen Sie ihn nur noch mit der Hebebühne sicher zu Boden bringen. Prüfen Sie daher regelmäßig Ihren Rettungsplan und stellen Sie sicher, dass Sie Optionen bei verschiedenen Wetterbedingungen, wie beispielsweise starke Winde oder Schneeverwehungen einbeziehen, damit die Rettungsmaßnahme gefahrlos erfolgen kann.

In der Höhe werden Sie sehr vielen Gefahren ausgesetzt. Nehmen Sie sich immer Zeit, um den Standort zu besichtigen und alle Absturzsicherungen zu prüfen. Halten Sie sich im Winter warm, arbeiten Sie sicher, und freuen Sie sich auf zu Hause, wo Sie eine heiße Schokolade zusammen mit Ihrer Familie am Kamin trinken können (oder ein Bier allein am Kamin – was auch immer – Hauptsache, Sie denken an den Kamin).

Verfasst am 17/03/2016 um 10:15 AM
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29/02/2016

5 Situationen, in denen Sie eine selbstschließende Sicherheitstür benötigen!

Die selbstschließende Sicherheitstür Kee Gate lässt sich an nahezu alle gängigen Konstruktionen schnell und einfach montieren. Sie ist CE-gekennzeichnet und normkonform nach DIN EN 14122-3. Dank der eingebauten Springfeder schließt sich die Tür nach dem Öffnen automatisch wieder hinter der Person und bietet so eine sichere Arbeitsumgebung ohne gefährliche Öffnungen.

1. Leiterausstieg

Nach DIN EN 14122-4 sind Steigleitern ab einer Absturzhöhe von 3 Metern am Leiterausstieg zu sichern. Es wird mittig eine selbstschließende Durchgangssperre sowie beidseitig ein Geländer von je 1,5 m Breite gefordert. Mit den Geländern als Seitenschutz ist die Person beim Aufstieg von der Leiter auf das Dach beidseitig geschützt. Da sich die Tür direkt hinter der Person schließt, sind auch in diesem Fall gefährliche Lücken ausgeschlossen. Wir empfehlen Ihnen die Installation des KeeGuard Ladder Kits an Ihrem Leiterausstieg. Dieses erfüllt alle Anforderungen der DIN EN 14122-4.

2. Plattform-Aufstieg

Insbesondere in Lägern, aber auch in Warenhäusern und Geschäften sind Arbeiten auf höher gelegenen Plattformen üblich. Oftmals werden schnelle Arbeiten durchgeführt, so dass die Gefahr des Absturzes aus der Höhe oftmals unterschätzt wird.

Bei einer großen oder auch längeren Plattform OHNE Sicherung am Zugang, könnte die Person ein falsches Gefühl der Sicherheit bekommen, umso so weiter entfernt Sie sich vom Zugang befindet. Aber während die Person auf der Plattform arbeitet, eventuell Werkzeuge benutzt und sich auch vom Gefahrenbereich wegdreht, kann es schnell passieren, dass sie nur einen kleinen Schritt zu viel nach hinten macht und dann von der Plattform herunterstürzt. Es ist daher absolut wichtig, dass der Zugang zur Plattform gesichert ist. Sollten Sie „nur“ eine Kette benutzen, dann muss diese händisch vom Nutzer geöffnet und geschlossen werden. Weiterhin würde eine Kette keinen Sturz abfangen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen die Installation der selbstschließenden Sicherheitstür an den Zugängen solcher Plattformen, da diese einen Sturz verhindert.

3. Das Arbeiten in der Höhe

In Lagerhäusern und Betriebsstätten gibt es oft viele Auf- und Zugänge und höher gelegene Anlagen. Ein Arbeitsbereich in beispielsweise zehn Metern Höhe ist sicherlich keine Ausnahme und weit verbreitet.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist es insbesondere in den höheren Ebenen wichtig, die selbstschließende Sicherheitstür zu installieren, um die Lagerarbeiter vor einem Sturz an der Treppe zu schützen.

4. An Dachluken

Dachluken oder Lichtkuppeln auf dem Dach sind Gefahrenbereiche, die als Einbruch- oder Durchbruchrisiko in Dächern zu betrachten sind. Insbesondere bei Schnee oder Laubbefall sind diese bedeckt und leicht zu übersehen. So kann es schnell passieren, dass ein Dacharbeiter versehentlich auf die Lichtkuppel tritt, durchfällt und abstürzt. Aus diesem Grund müssen Lichtkuppeln gesichert werden, zum Beispiel mit der Lichtkuppelsicherung Kee Dome. Wird die Dachluke oder Lichtkuppel als Ausstieg genutzt, dann empfehlen wir die Installation von Kee Dome zusammen mit der selbstschließenden Sicherheitstür. Beim Aufstieg auf das Dach schließt sich die Tür automatisch hinter der Person, so dass sie nicht in die Lichtkuppel hineinfallen kann.

5. An Geländersystemen

Die selbstschließende Sicherheitstür kann an nahezu allen Geländern installiert werden. In einigen Situationen, wie beim Zugang auf das Dach, beim Zugang zu Maschinen oder Anlagen dient die selbstschließende Sicherheitstür als Absturzsicherung.

Egal, ob Sie Sicherheitsfachberater oder Dacharbeiter sind. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Angestellten oder dass Sie sich selbst immer in einer sicheren Arbeitsumgebung befinden. Die selbstschließende Sicherheitstür Kee Gate schafft in vielen Situationen eine sichere Arbeitsumgebung. Gern helfen wir Ihnen dabei, die für Sie passende Lösung zu finden. Kontaktieren Sie unsere Sicherheitsfachberater unter 0 700 74675434.

Verfasst am 29/02/2016 um 01:11 PM
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25/01/2016

6 Möglichkeiten, um sich selbst zu töten, während man Absturzsicherungen verwendet

Einen Moment! Sich selbst töten, während man Absturzsicherungen verwendet? Diese Systeme sollen doch vermeintlich tödliche Unfälle vermeiden, oder? Natürlich sollen Sie das! Aus diesem Grund benutzen wir die Phrase „vermeintlich“. Wenn ein Absturzsicherungssystem nicht ordnungsgemäß benutzt wird, oder äußere Einflüsse bei der Sicherung außer Acht gelassen werden, dann vermittelt die Absturzsicherung Ihnen ein falsches Gefühl von Sicherheit . Also, durch welche Fehler können Sie sich selbst oder Ihre Angestellten in Gefahr bringen, obwohl ein Absturzsicherungssystem vorhanden ist?

1) Aufprallgefahr ignorieren

Aufprallgefahren dürfen nicht ignoriert werden! Wenn Sie eine Absturzsicherung nicht ordnungsgemäß planen und sich dadurch beispielsweise in einem zu großen oder falschen Winkel zu Ihrem Anschlagpunkt bewegen, dann könnten Sie abstürzen und sich verletzen, selbst wenn die persönliche Schutzausrüstung richtig angebracht ist. Der Grund: Aufprallgefahren entstehen, wenn die Verbindung des Absturzsicherungssystems dazu führt, dass man beim Fallen gegen das Gebäude prallt – zum Beispiel durch einen Pendelsturz. Wenn man bedenkt wie stark die Krafteinwirkung bei einem Fall ist, kann das zu einer hohen Geschwindigkeit mit einer starken Aufprallkraft führen. Sie würden also starke Verletzungen infolge des Aufpralls erleiden oder je nach Aufprallwucht vielleicht sogar den Tod. Informieren Sie sich deshalb vor dem Einsatz von Anschlagpunkten und der PSAgA unbedingt über die normgerechte Nutzung und schulen Sie Ihre Angestellten!

2) Den Fallabstand ignorieren

Individualschutzsysteme sind keine Einheitsgrößen! Leider denken viele Menschen, dass sie sich schützen und die Normen erfüllen, wenn sie sich mit irgend ein beliebig langem Sicherungsseil anschlagen. Ignorieren Sie aber die Entfernung vom Anschlagpunkt zur Aufprallfläche , wird dieses Auffangsystem voraussichtlich nicht schützen. Um den richtigen Fallabstand zu berechnen, muss Ihre Körpergröße, die Streckung des Gurtes, die Ausdehnung der Bremseinrichtung sowie die Durchbiegung des Anschlagpunktes mit einkalkuliert werden. Lassen Sie sich deshalb immer von Sicherheitsfachberatern unterstützen. Gern helfen wir Ihnen bei der Planung.

3) Vertrauen ohne Inspektion

Wenn es bei der Sicherheit eine Faustregel gäbe, nach der Sie leben müssten, dann wäre es „Prüfe, inspiziere, kontrolliere!“. Warum sollten Sie jemals Ihre Sicherheit dem Zufall überlassen? WENN andere Ihre Ausrüstung kontrollieren, dann denken Sie an folgendes: Menschen machen Fehler, Menschen werden müde, Menschen werden faul, Menschen fühlen sich benommen, wenn sie immer wieder die gleichen Sachen überprüfen müssen und offen gesagt wird niemand so vorsichtig mit Ihrem Leben umgehen wie Sie selbst. Oftmals gibt es Angestellte in Unternehmen, die sich einfach eine Ausrüstung nehmen, ohne dass diese jemals überprüft und/oder benutzt wurde. Da bleibt uns nur, viel Glück zu wünschen.

Sei es die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, eine Leiter, ein Geländer, ein Werkzeug oder ein FI-Schutzschalter – Sie müssen VOR dem Beginn der Arbeiten unbedingt ALLES überprüfen! Sollte die Ausrüstung tatsächlich jemals zum Einsatz kommen, dann werden Sie sich wünschen, dass Sie diese vorher überprüft hätten.

4) Allein auf dem Dach sein

Selbst mit allen Absturzsicherungen dieser Welt kann es zum Tod führen, wenn man allein auf dem Dach arbeitet. Wenn Sie allein auf das Dach gehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sie jemandem dort begegnen. Wenn Sie einen Unfall haben oder ein gesundheitliches Problem, wie zum Beispiel einen Herzinfarkt, dann kann jede Hilfe zu spät kommen, insoweit sie überhaupt gerufen wird. Gehen Sie also niemals allein auf ein Dach oder in einen Arbeitsbereich, außer wenn eine geplante Kommunikation bzw. Überwachung vorab geregelt wird, bei der jemand alarmiert werden würde, wenn etwas nicht in Ordnung wäre. Um zu vermeiden, dass Ihre Angestellten oder Fremdpersonal auf das Dach gehen, ohne dass jemand Bescheid weiß, sollten Sie einen Genehmigungsprozess für Dachbegehungen durchführen.

5) Eine Steigleiter ohne Leiterausstieg hochklettern

Fast an jedem Gebäude befinden sich Steigleitern. Wenn Sie die Leiter hochsteigen und das Dach begehen, ohne den Leiterausstieg zu sichern, können Sie herunterfallen und es kann zum Tode führen. Vielleicht denken Sie jetzt – „Das kann mir nicht passieren, ich weiß was ich tue.“ Richtig, es haben sehr viele die Einstellung, dass Unfälle immer nur anderen passieren. – Allerdings kann in jeder Situation Unvorhergesehenes passieren. Bei Ankunft auf dem Dach könnten Sie zum Beispiel von starkem Wind überrascht werden, der vor dem Gebäude nicht spürbar war. Oder Ihnen wird plötzlich schwindlig, weil gewisse Höhen ungewohnt und nicht alltäglich sind. . Wenn Sie keine Leiterausstiegs-Sicherung haben und sich nicht mehr halten können, dann fallen Sie! Aus genau diesem Grund ist nach der Norm DIN EN 14122-4 eine Leiterausstiegs-Sicherung vorgeschrieben. In der Norm wird festgelegt, dass beidseitig ein Geländer von mindestens 1,5 m Länge sowie mittig eine selbstschließende Durchgangssperre anzubringen ist.

6) Stellen Sie Ihre eigene Absturzsicherung her... (wenn Sie nicht qualifiziert sind)

Es geht doch ganz einfach, oder? Man bindet irgendwo ein Seil fest, befestigt es sich am Gurt und dann wird schon nichts passieren… Sie merken sicher, dass es wohl nicht die beste Idee ist, die eigene Absturzsicherung zu basteln.

Absturzsicherungen von branchenbekannten Unternehmen werden langwierig und kostenintensiv entwickelt und durchlaufen eine Reihe von Tests, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Sie müssen viele Standards erfüllen und teilweise auch zertifiziert werden. Selbst wenn eine normgerechte Absturzsicherung nicht „günstig“ ist, dann ist sie beim Einsatz jeden Cent wert!

Denken Sie immer daran, dass die Sicherheit und das Leben kein Ponyhof sind, sondern dass es darum geht, Ihre Angestellten und/oder sich selbst zu schützen. Wenn Sie Ihren Angestellten etwas zur Verfügung stellen, bei dem sie nur denken, dass es ihnen hilft, obwohl es das nicht tut, dann ist das ebenso gefährlich als wenn man gar keine Absturzsicherung einsetzt. Ein falsches Gefühl der Sicherheit bringt Menschen dazu, sich einem höheren Risiko auszusetzen, dem sie sich unter normalen Umständen nicht aussetzen würden. Egal, ob Sie Sicherheitsfachberater oder Dacharbeiter sind – sorgen Sie dafür, dass Sie sich IMMER in einer sicheren Arbeitsumgebung befinden. Gern helfen wir Ihnen dabei!

Verfasst am 25/01/2016 um 08:44 AM
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17/12/2015

Die 5 besten Vorgehensweisen für die Sicherheit auf Industriedächern

Es gibt immer Gründe dafür, dass jemand Ihr Dach begehen muss, zum Beispiel aufgrund von Wartungsarbeiten oder Inspektionen. Wie Sie bereits in einigen unserer Blogs lesen konnten, ist die Arbeit auf Dächern sehr gefährlich. Aus diesem Grund gibt es Gesetze und Strategien, an die sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer halten müssen. Ein Problem, welches auf Firmen-Grundstücken oder bei Gebäude-Besitzern bzw. Betreibern auftritt, ist, dass beispielsweise Dacharbeiten oftmals für diejenigen nicht sichtbar sind, die die Aufsicht über die Sicherheitsvorkehrungen hätten. Für die Ausführung kleiner Aufgaben, wie einem Filterwechsel an einer Klimaanlage , gehen zum Beispiel 2-3 Leute auf das Dach. In diesem kurzen Zeitraum können unheimlich viele Dinge passieren. Auf dem Dach einer Aufbereitungsanlage könnten zum Beispiel gefährliche Gase austreten, oder jemand könnte sich selbst auf dem Dach aussperren. Aus diesen Gründen sind neben den gängigen Arbeitssicherheitsvorschriften weitere Kontrollen notwendig.

Das Buddy-Prinzip

Man darf nie allein auf das Dach gehen! – Klar und einfach. Sobald man sich auf dem Dach befindet, ist man isoliert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass irgendjemand anderes auch auf das Dach kommt, nur, um sich ein bisschen umzuschauen und zu sehen, ob irgendetwas nicht gut läuft. Man sollte zur eigenen Sicherheit immer mindestens zu zweit auf das Dach gehen. So können sich die zwei „Buddies“ gegenseitig kontrollieren und absichern. Wenn dann etwas passieren sollte, kann die andere Person sofort reagieren, retten und/oder Hilfe rufen. Zudem sehen vier Augen mehr als zwei – so kann die andere Person vielleicht einen unsicheren Zustand entdecken und rechtzeitig warnen. Wir können es also nicht oft genug wiederholen! GEHEN SIE NIEMALS ALLEIN AUF DAS DACH!

Kommunikation

Jeder, der auf das Dach geht, sollte einen Weg finden, um mit jemandem im Inneren des Gebäudes zu kommunizieren. Sei es über ein Telefon oder ein Funkgerät, man benötigt eine Kontaktperson im Inneren des Gebäudes, zum Beispiel wenn man ausgesperrt wird. Zudem sollten sich die Personen auf dem Dach in regelmäßigen Abständen zurückmelden, so dass die Kollegen im Gebäudeinneren wissen, dass alles auf dem Dach OK ist.

Erlaubter Zugang

Keine Regeln werden durchsetzbar sein, wenn jedermann zu jederzeit das Dach begehen darf. Mit einem Genehmigungsprozess können Sie sicherstellen, dass

  1. Ihre Regeln befolgt werden
  2. die Personen mit den Regeln vertraut gemacht werden
  3. das Sie alles dafür tun, um das Dach für den Zugang sicher zu machen.

Wenn wir an das Beispiel des Daches einer Aufbereitungsanlage denken, könnten Sie Zeiten festlegen, zu denen das Dach auf keinen Fall begangen werden darf.

Geplante Inspektionen

Vielleicht werden Sie es nicht merken, da Sie selbst selten oder nie auf dem Dach sind, doch das Dach ist immer da und wird allen Witterungsumständen ausgesetzt. Es sind regelmäßige Instandhaltungsarbeiten auf Dächern notwendig. Um diese durchzuführen, bevor es zu spät und gefährlich ist, sind regelmäßige Inspektionen festzulegen. Diese müssen dokumentiert werden, so dass die Angestellten, die das Dach begehen, wissen, wann die letzte Inspektion war.

Rettungspläne

Sie haben alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, das Dach ist sicher für eine Begehung und eigentlich ist ja jetzt alles erledigt? – Nein. Sie müssen darauf vorbereitet werden, dass trotz der Befolgung aller Regeln und Sicherheitsvorkehrungen immer etwas Unvorhersehbares passieren kann. Was tun Sie zum Beispiel, wenn jemand trotz persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) vom Dach fällt und sofort gerettet werden muss oder wenn eine Person auf dem Dach einen Herzinfarkt erleidet. Sie müssen auf alles vorbereitet sein und sofort und schnell und richtig handeln! Aus diesem Grund benötigen Sie einen Rettungsplan. Lesen sie mehr zu dem Thema im Artikel: Ist Ihr Unternehmen auf Notfälle am Arbeitsplatz vorbereitet?

Verfasst am 17/12/2015 um 11:29 AM
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30/11/2015

5 Verhaltensweisen, die Ihr Leben auf dem Dach retten können

5 Verhaltensweisen, die Ihr Leben auf dem Dach retten können

Im Simplified Safety Blog haben wir häufig über den korrekten und normgerechten Einsatz von Absturzsicherungen, Gerüsten, Arbeits- und Hebebühnen bis hin zur Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen geschrieben. In diesem Beitrag geht es aber nicht um den Einsatz von Arbeitsschutzsystemen, sondern um Ihre Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Denn oftmals kommt es durch bestimmte Verhaltensweisen zu einem Unfall:

  • Wenn Sie zum Beispiel das falsche Seil benutzen, ist es die Schuld des Seils?
  • Wenn Sie an der Brüstung hochklettern, ist es die Schuld der Arbeitsplattform?
  • Wenn Sie eine hydraulische Arbeitsbühne mit Material überladen, ist es dann die Schuld der Arbeitsbühne?

Sie ahnen, worauf wir hinaus wollen! - Wenn unser Verhalten unangebracht, pflichtwidrig oder geradezu gefährlich ist, kann es verheerende Folgen nach sich ziehen. Zum Glück liegt es aber an uns, unsere Verhaltensweisen selbst zu kontrollieren. Werfen wir also einen Blick auf die kleinen Dinge, die nicht nur einen großen Unterschied in unserer persönlichen Sicherheit sondern auch in einer bestimmten Situation, wie dem Arbeiten auf dem Dach, machen. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass die wichtigste Verhaltensweise die richtige Anwendung des gewählten Arbeitsschutzsystems ist. In diesem Beitrag gehen wir auf weitere Verhaltensweisen oder auch Gewohnheiten ein, die über den korrekten Einsatz von Arbeitsschutzsystemen hinausgehen.

1. Laufen Sie niemals rückwärts

Es klingt so einfach, oder nicht? Und doch sind wir es gewohnt, ab und zu einen Schritt rückwärts zu gehen. Dies hat meist keine negativen Auswirkungen. In einer Gefahrensituation, wie auf dem Dach, kann das aber ein entscheidender Fehler sein. Wissen Sie wirklich ganz genau, wo Sie gerade stehen? Vielleicht wissen Sie, dass Sie in diesem Moment nicht gerade vor einer Lichtkuppel stehen (die Sie absichern sollten, aber nur für dieses Beispiel lassen Sie uns so tun, als wäre die Lichtkuppel nicht gesichert). Was ist zum Beispiel mit einem Leitungsrohr auf dem Dach, über das Sie beim Rückwärts gehen stolpern und dann geradewegs durch diese Lichtkuppel stürzen? Sind Sie sich zudem sicher, wie weit Sie bereits vom Dachrand bzw. von der Absturzkante weg sind? Vielleicht denken Sie, Sie sind noch weit entfernt, aber wie lange haben Sie denn bereits genau an dieser Stelle gestanden oder gearbeitet? Wie weit haben Sie sich vom Ausgangspunkt wegbewegt? Wenn Sie sich sehr stark auf die Arbeit konzentrieren, sind Sie vielleicht nicht mehr exakt an der Stelle, bei der Sie dachten, dass Sie noch dort wären. Eine kleine Änderung Ihres Verhaltens kann Ihr Leben retten! Vergessen Sie also nicht, dass eine normgerechte Absicherung am Wichtigsten ist, um Ihr Leben zu schützen!

2. Schauen Sie beim Gehen niemals auf Ihr Telefon (oder anderen Ablenkungen)

Diese Gewohnheit ist auf Bürgersteigen und in Einkaufszentren fast schon zum Volkssport geworden: Menschen laufen wie Zombies auf das Smartphone starrend aneinander vorbei und versuchen, nicht miteinander zusammenzustoßen oder an Hindernissen anzuecken. Auf dem Dach kann dieses Verhalten weitaus schlimmere Folgen haben, als das man sich zum Beispiel bei jemandem entschuldigen muss, weil man ihn angerempelt hat. Das Dach, und Arbeitsplätze im Allgemeinen, sind keine Orte für Ablenkungen. Wenn Ihr Unternehmen keine Telefonrichtlinien hat (oder Sie diese Richtlinien ignorieren), dann verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz zum Telefonieren. Finden Sie einen sicheren Platz und bleiben Sie dort während des Gespräches. Wenn Sie nicht aufpassen, während Sie beim Telefonieren herumlaufen, kann es passieren, dass Sie irgendwo sich aufhalten, wo Sie sich nicht aufhalten sollten oder dass Sie einen Arbeitskollegen anrempeln und somit einen Unfall verursachen.

3. Klettern Sie nicht über irgendetwas

Sei es eine Lichtkuppel, eine Brüstung oder ein anderes Hindernis – Wenn Sie nicht wissen, was sich auf der anderen Seite befindet und wenn Sie keinen abgesicherten Weg haben, um dieses Hindernis zu überqueren, dann suchen Sie nach einem anderen Weg! Vielleicht müssen Sie einen Überstieg, eine Arbeitsplattform oder eine Leiter installieren, um über das Hindernis zu kommen. Wenn Sie blind ohne Absicherung über ein Hindernis klettern, dann fordern Sie einen Unfall geradezu heraus! Natürlich wissen Sie, dass Sie hervorragend Ihr Gleichgewicht halten können. Sie können die Wände wie ein Insekt hochkrabbeln. Sie haben so starke Hände wie ein Bergsteiger. All diese Eigenschaften sind fantastisch, bis zu dem ersten und vielleicht letzten Zeitpunkt, an dem man fällt!

4. Werden Sie langsamer, wenn Sie sich dem Dachrand oder dem Leiterausstieg nähern

Wir gehen davon aus, dass Sie die Leiter richtig befestigt haben, wenn es eine temporäre Leiter ist, oder dass die Schrauben gut halten, wenn es sich um eine Steigleiter handelt. Die Wahrheit ist aber: Egal, was Sie tun, Sie können sich nie 100 prozentig sicher sein, in welchem Zustand sich die Leiter befindet, bevor Sie Ihren Fuß darauf setzen. . Treten Sie langsam auf die Leiter und stellen Sie sicher, dass sie trittsicher ist und dass Sie einen guten Griff haben. Sie können Ihr Gleichgewicht verlieren, wenn Sie zu schnell auf eine Leiter steigen oder nur die kleinste Fehlpositionierung vornehmen. Gehen Sie behutsam vor. Wenn Sie sich schnell einem Dachrand bzw, einer Absturzkante nähern, fragen Sie sich, warum Sie es tun? – Haben Sie es so wahnsinnig eilig, dass Ihr Leben von einer Sekunde mehr abhängt? EILMELDUNG – Wenn Sie fallen, wird Ihr straffer Zeitplan das kleinste aller Probleme sein. Wir gehen davon aus, dass Sie Arbeitsschutzsysteme verwenden, aber wollen Sie diese wirklich austesten?

5. Testen Sie das Fundament, bevor Sie Gewichte platzieren

Dächer werden alt. Dächer gehen kaputt. Manche Dächer waren von Anfang nicht gut. Leider können Sie nicht wissen, was sich unterhalb der Dachmembran abspielt. Stellen Sie sicher, dass Sie den Zustand des Daches kennen. Wenn möglich, prüfen Sie die Dachunterseite und fahren Sie die Prüfung vorsichtig auf dem Dach fort. Hören Sie bei dem ersten Anzeichen einer Schwäche des Dachuntergrundes auf dem Dach auf zu arbeiten. Das bezieht sich übrigens auch auf Leitern/Steigleitern. Es ist nicht sicher, einfach eine Leiter aufzustellen und dann zu wegzugehen oder auf eine Leiter zu springen, die wegbewegt und einfach wieder hingestellt wurde, während Sie bereits auf dem Dach waren. Stellen Sie sicher, dass Sie einen sicheren Halt auf der Leiter haben, sobald Ihr Gewicht darauf ist. Sich Zeit zu nehmen und vorsichtig zu sein kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Ihr Verhalten ist wichtiger für Ihr Wohlergehen als alles andere. Wenn ein falsches Verhalten am Arbeitsplatz so ein tragisches Ergebnis verursachen kann, warum passt man dann nicht einfach besser auf? Es ist so einfach. Sie können die 5 Maßnahmen und viele andere in Ihre eigenen Verhaltensweisen integrieren, vorausschauend handeln und damit Ihr eigenes Leben beschützen.

Verfasst am 30/11/2015 um 02:28 PM
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26/10/2015

Ergonomie in der Industrie: Was ist das und warum sollte mir das nicht gleichgültig sein?

Die Ergonomie wird als eine Forschungsrichtung definiert, die sich mit der Anpassung der idealen Arbeitsbedingungen an den Menschen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht der Schutz des Individuums. Im Bereich der Arbeitssicherheit bezeichnet es normalerweise die Anpassung der Arbeit an eine bestimmte Person. Dies wird aus zahlreichen Gründen getan: ein bequemer Arbeitsplatz, erhöhte Produktivität, Verringerung der Muskelermüdung (um nur einige zu nennen). Aber die treibende Kraft hinter der Forderung von ergonomischen Standards ist die steigende Häufigkeit von arbeitsbedingten Muskel- und Skelett-Erkrankungen(MSE). Dazu gehören u.a. Sehnenentzündungen, Rückenschmerzen, Muskelzerrungen oder das Karpaltunnelsyndrom.

In einer Büroumgebung wird die Ergonomie insbesondere durch die Höhe von Schreibtisch und Computer-Monitor, der richtigen Körperhaltung, z.B. durch die richtige Platzierung der Handgelenke auf dem Schreibtisch sowie der Anpassung des Stuhles umgesetzt (Lesen Sie mehr dazu im Artikel: „Wie ein Stehschreibtisch dir das Leben retten kann?“). Während sich Schreibtisch-, Stuhl- und Monitor-Höhen einfach einstellen lassen, ist dies bei Maschinen-Bedienelementen nicht so einfach. Es ist oft nicht möglich, die Geräte, Maschinen und Instrumente an alle Personen anzupassen so dass die Lösung in der Industrie oftmals darin gefunden wird, die Einzelpersonen an die Arbeitstätigkeit anzupassen.

Bei der Ergonomie in der Industrie muss u.a. darauf geachtet werden, wie die Arbeiter in eine angebrachte Arbeitshöhe befördert werden, wie man sie vor regelmäßigem oder sich wiederholenden Überdehnungen schützt und wie man Verdrehungen reduziert. Einige ergonomische Verbesserungen werden durch den Einsatz von sicheren Zugangslösungen und maßgeschneiderten Arbeitsplattformen durchgeführt und andere müssen durch die Anpassung von Werkzeugen umgesetzt werden (zum Beispiel durch einen längeren Griff) oder in der Änderung des gesamten Arbeitsprozesses. Oftmals wird das Personal über die korrekte Körperhaltung und die regelmäßig ergonomische Abwechslung von Arbeitsaufgaben geschult.

Bisher haben wir geschrieben, WAS Ergonomie in der Industrie bedeutet, aber was ist mit dem WARUM? Warum sollte Ihnen die Industrie-Ergonomie nicht gleichgültig sein? Die Antwort ist denkbar einfach:

1. Sie sorgen sich um Ihre Angestellten.
2. Sie sorgen sich um Ihr Geld.

In Deutschland und auch im Rest Europas zählen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) zu den häufigsten Berufskrankheiten. Laut einer Studie der Krankenkassen in 2012 sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehltage. 26,5 Prozent aller Arbeitsunfähigkeits-Tage fielen auf MSE zurück. Weiterhin sind MSE auch eine weit verbreitete Ursache für Frühberentungen.

Quelle: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (Hrsg.): Volksleiden Rückenschmerzen. URL: http://www.bvpraevention.de/cms/index.asp?inst=bvpg&snr=9975 (Stand: 19.10.2015)

MSE kommen mit der Zeit. Umso frühzeitiger die Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Viele Angestellte wissen oft gar nicht, dass sie MSE haben und Sie werden eher Aussagen hören, wie „Oh, ich habe mir gerade meinen Rücken verdreht“ oder „Mein Handgelenk ist entzündet“. Dann arbeiten die Angestellten weiter, in der Hoffnung, dass die Schmerzen vorüber gehen.

Schützen Sie Ihre Angestellten! Ermitteln Sie die Risikofaktoren am Arbeitsplatz und leiten Sie entsprechende Maßnahmen ein. Stellen Sie sicher, dass die Angestellten dabei immer vor Unfällen geschützt sind. Mit einem zusätzlichen Angebot von Sport- und Wellnessprogrammen können Sie Ihre Angestellten dazu motivieren, ihre Gesundheits-Gewohnheiten zu verbessern.

Zusammengefasst spart eine gute Ergonomie nicht nur viel Geld, sondern sie verhindert auch, dass Ihre Angestellten Schmerzen und Unbehagen spüren. Und denken Sie immer daran: Vorbeugen ist besser als heilen!

Verfasst am 26/10/2015 um 08:04 AM
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30/09/2015

Ist Ihr Unternehmen auf Notfälle am Arbeitsplatz vorbereitet?

Ist Ihr Unternehmen auf Notfälle am Arbeitsplatz vorbereitet?

Eine wichtige Aufgabe von Sicherheitsfachkräften ist die Prävention von Unfällen. Eine proaktive Vorgehensweise verringert die Verletzungsgefahr. Dennoch bedarf es immer eines Notfallplanes, falls es doch einmal zu einem Unfall kommt.

Bereiten Sie einen Arbeitssicherheits- und Notfallplan vor

Welche Schritte stehen in Ihrem Arbeitssicherheits- und Notfallplan? Oder haben Sie noch keinen? Falls dem so ist, sollten Sie sofort mit der Arbeit beginnen. Jedes Unternehmen sollte über einen Notfallplan verfügen und jede mögliche Situation mit darin aufnehmen. Arbeiten Sie zum Beispiel in der Nähe von Flüssen? Welche Schritte leiten Sie ein, wenn es zu einer Flut kommt? Wohin gehen die Angestellten bei Feuer oder gar einer Bombendrohung? Und wie wird bei kleineren Notfällen vorgegangen? Funktioniert die 112 von dort aus, wo Sie sich befinden oder muss eine andere Nummer gewählt werden? Gibt es andere wichtige Rufnummern, wie zum Beispiel die von Giftnotrufzentralen, die schnell verfügbar sein sollten? Es gibt unzählige Fragen, mit denen Sie sich in Ihrem Notfallplan beschäftigen müssen. Arbeiten Sie mit einem Ausschuss zusammen, um den Notfallplan zu erstellen und Ihren Standort in Bezug auf seine Geschichte bezüglich Naturkatastrophen etc. zu analysieren. Beachten Sie, dass der Arbeitssicherheits- und Notfallplan immer weiter bearbeitet werden muss. Wenn Sie zum Beispiel heute noch Ihren Notfallplan veröffentlichen und morgen herausfinden, dass sich in der Nähe ein Chemiehersteller befindet, dann sollten Sie Schritte im Notfallplan ergänzen, die aufzeigen, wie man sich bei einer Katastrophe in dem Chemieunternehmen mit gefährlichen Gasen verhalten sollte.

Zu guter Letzt müssen Sie den Plan trainieren. Was nützt ein Dokument in einem Regal, wenn niemand weiß, was drinnen steht. Ihre Mitarbeiter müssen wissen, wie sie in einem Notfall handeln sollen. Im Idealfall werden Sie niemals diesen Notfallplan benötigen. Aber gerade deshalb müssen die Angestellten regelmäßig an die Abläufe bei Notfällen erinnert werden. Sie können das u.a. über Probealarme und Schulungen machen.

Haben Sie alle notwendigen Materialien da?

Stellen Sie sich vor, es verletzt sich jemand in Ihrer Einrichtung. Wie verhalten Sie sich? Sie würden vielleicht antworten, dass sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden sollten – das ist gut – aber was passiert, wenn die Materialien dazu nicht vorhanden sind bzw. der Erste-Hilfe-Koffer erst gesucht werden muss? Stellen Sie sich vor, jemand hat einen Herzstillstand und die Batterie vom AED (falls einer vorhanden ist) ist alle? Oder ein Angestellter blutet stark und das Verbandsmaterial kann nicht gefunden werden! Seien Sie auf alles vorbereitet und stellen Sie sicher dass die Materialien regelmäßig geprüft werden.

Laden Sie Rettungsdienste ein

Falls Sie sich in einem Bürogebäude befinden, dann wird ein Feuerwehr- oder Krankenwagen wahrscheinlich ziemlich einfach zu Ihnen finden. Wenn Sie allerdings in einer Produktionsstätte, auf einer Baustelle oder in einem großen Industriegebiet mit vielen Gebäuden arbeiten, dann könnten wertvolle und lebensrettende Minuten verloren gehen, während der Rettungsdienst versucht, den Vordereingang des Gebäudes zu finden. Leider wird diese Situation von vielen Firmen nicht in Betracht gezogen. Falls Sie es bisher noch nicht getan haben, dann laden Sie Mitglieder der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungshelfer zu sich ein. Zeigen Sie die gesamte Einrichtung. Geben Sie den Gebäudeplan mit, um zu zeigen, wohin die Rettungskräfte im Notfall hingehen müssen. Sie sind zwar in der Lage den Straßennamen des Betriebes zu finden, doch woher sollen die Rettungskräfte wissen, wo sich das „Gebäude 5C Nord“ befindet oder die Hausnummer 17c?

Besprechen Sie zudem das Vorgehen in Notfallsituationen und passen Sie bei Bedarf Ihren Notfallplan an.

Sollten Sie Angestellter sein, dann ergreifen Sie selbst die Initiative. Informieren Sie sich darüber, wo sich der nächste Verbandkasten befindet und fragen Sie Ihren Vorgesetzten, ob er Ihnen den Arbeitssicherheits- und Notfallplan zeigen kann. Schauen Sie sich zudem den Gebäudeplan ganz genau an. Zwischen allen Aufgaben bei Ihrer Arbeit dürfen Sie Ihre eigene Sicherheit nicht vergessen!

Verfasst am 30/09/2015 um 07:20 AM
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15/09/2015

Welche Gefahren verbergen sich im Lager?

Wie viele Lager haben Sie bisher bereits gesehen? Welche Unterschiede konnten Sie feststellen? Die Sicherheitskulturen in verschiedenen Lagerhallen sind oftmals so vielfältig wie die Produkte, die dort gelagert werden. Es gibt tadellose Lagerhallen mit neuen Gebäuden, klar gezeichneten Abgrenzungen auf dem Boden, zertifizierten Gabelstaplerfahrern sowie sorgfältig mit gestapelten Produkten in den Regalen. Andere Lager hingegen sind alles andere als makellos.

Dann gibt es diejenigen Lager, die zwischen tadellos und gefährlich liegen. Das sind diejenigen, die irgendeine Art von Sicherheitsprogramm haben, über welches auf die Gefahren hingewiesen wird. In diesen werden die offensichtlichsten Probleme in Angriff genommen, wie zum Beispiel Bedienerschulung, die sichere Stapelung von Produkten oder das Sichern von Maschinen. Jedoch werden einige Aspekte, die ein tiefgreifendes Wissen voraussetzen, oft vernachlässigt.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen versteckte Gefahren im Lager:

Absturzgefahren

Die meisten Arbeiten im Lagerhaus werden in Bodenhöhe verrichtet. Aus diesem Grund werden Absturzsicherungen in Lagerhallen oft gar nicht erst in Betracht gezogen. Jedoch gibt es einige Gefahrenstellen, die zu einem Absturz führen können. In vielen Lagern werden die Produkte mit Hilfe von Gabelstaplern in die hohen Regale befördert und von dort wieder zurückgeholt. In manchen Lagerhallen müssen jedoch die Paletten und die Behälter geöffnet werden, um die Aufträge der Kunden zu erfüllen. Es wäre sehr zeitaufwendig, die gesamte Palette mit dem Gabelstapler wieder nach unten zu transportieren, diese dann zu öffnen, um anschließend das bestellte Produkt zu wählen und am Ende die geöffnete Palette zurück nach oben zu befördern. Demnach ist es einfacher und schneller, eine Hebebühne zu benutzen, um die Person zum oberen Regal zu befördern. Abhängig von der Art der Hebebühne muss eine entsprechende Absturzsicherung vorhanden sein. Für sichere Arbeiten, insbesondere an den höher gelegenen Lagerregalen, sind mobile Wartungsbühnen empfehlenswert, die wir nach Ihren Wünschen maßanfertigen.

An dieser Stelle enden aber noch nicht die Überlegungen zum Thema Absturzsicherung. Haben Sie zum Beispiel Leiteraufstiege im Lager? Oder gibt es Orte, bei denen es eine Lücke im Geländer gibt? Setzen Sie die Leiterausstiegs-Sicherung KEEGUARD LADDER KIT und die Selbstschließende Sicherheitstür ein, um einen sicheren lückenfreien Durchgang für die Lagerarbeiter zu garantieren.

Verkehrsführung im Lagerhaus

Wir gehen davon aus, dass Ihre Gabelstaplerfahrer richtig ausgebildet wurden und die besten Praktiken kennen, um Kollisionen mit anderen Staplerfahrern oder Fußgängern zu vermeiden. Dazu gehören u.a.:

  • Der Aufenthalt in der Mitte der Gänge
  • Das Anhalten an Kreuzungen
  • Der Blick in die bereitgestellten Spiegel
  • Der Sicherheitsabstand zu anderen Gabelstaplern
  • Das sofortige Entfernen von Verschütteten
  • Die angemessene Geschwindigkeit

Insoweit die Gabelstaplerfahrer das beachten, werden Verletzungen durch direkte Kollisionen vermieden – dennoch ist immer menschliches Versagen möglich. Es gibt Vorkehrungen, die auch menschliches Versagen und daraus resultierende mögliche Verletzungen und Unfälle minimieren. Zur einfachen Absicherung von Arbeitsbereichen empfehlen wir Ihnen den Einsatz des leicht zu montierenden Geländer-Kits Kwik Kit.

Gefahrenstoffe

Nur weil Sie keine gefährlichen Produkte lagern lassen, heißt das nicht, dass sich keine Gefahrenstoffe in Ihrem Lager befinden. Selbst eine kleine Menge von entzündlichen Materialien muss angemessen gelagert werden, um keine Gefahr darzustellen. Überprüfen Sie, ob es solche Materialien in Ihrem Lager gibt, selbst wenn diese nur für eine kurze Zeit zwischengelagert werden. Trainieren Sie die Lagerarbeiter im Umgang mit diesen Materialien. Überprüfen Sie zudem, welche Mengen an Gefahrenstoffen legal gelagert werden können und ob ausreichende Sicherheitsvorkehrungen im Gebäude für so eine Lagerung getroffen wurden.

In zahlreichen Gesetzen werden die Handhabung, der Transport sowie die sichere Lagerung von Gefahrenstoffen definiert. Aus diesem Grund sind Lagerhallen, die mit solchen Stoffen arbeiten, normalerweise sehr gut ausgestattet. Wenn Sie Gefahrenstoffe lagern, dann suchen Sie sich Rat bei einem Fachmann und bringen Sie in Erfahrung, wie Sie Ihre Lagerarbeiter am besten schützen können und wie Sie alle Regularien normkonform umsetzen.

Gefährdungsbeurteilungen sind der Schlüssel dafür, sich ordnungsgemäß auf alle möglichen Situationen vorzubereiten. Wenn Sie selbst nicht dazu in der Lage sind, dann nutzen Sie das Fachwissen von einem externen Experten. Warten Sie nicht, bis sich ein Angestellter verletzt oder ein Feuer im Lager ausbricht, sondern beseitigen Sie von Anfang an alle möglichen Gefahrenquellen.

Verfasst am 15/09/2015 um 02:13 PM
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17/08/2015

Wie überwinde ich meine Angst vor dem Fallen?

Wie überwinde ich meine Angst vor dem Fallen?

Die Angst vor dem Fallen ist natürlich. Früher wurde angenommen, dass die Angst infolge einer traumatischen Erfahrung zustande kommt. Heute ist bekannt, dass eine gesunde Angst vor dem Fallen angeboren ist. Der Grund für diese Angst ist – nicht überraschend – die Schwerkraft. Wir können nicht fliegen. Wir werden beim Aufprall nicht gefedert. Wir fallen und landen – manchmal härter als sonst. Da das Abstürzen noch immer eine der häufigsten Todesursachen bei Arbeiten auf Dächern ist, ist diese Angst nicht unbegründet. Aber wie kann man die Angst vor dem Fallen überwinden?

Um das herauszufinden, müssen wir als erstes die folgende Frage stellen: „Sollte ich überhaupt meine Angst vor dem Fallen überwinden?“. Wenn Sie eine irrationale Angst davor haben, die Sie lähmt und verhindert, dass Sie Ihre Arbeit gut verrichten können, dann sollten Sie zweifellos Ihre Angst überwinden. Bevor wir aber davon ausgehen können, dass dies der Fall ist, sollten Sie zuerst verstehen, warum Sie diese Angst haben:

  • Verspüren Sie diese Angst, wenn Sie sich auf einem Dach befinden, welches vollständig von Geländern umgeben ist oder nur dann, wenn Sie dazu aufgefordert werden, auf einer Dachkante ohne Absturzsicherung zu arbeiten?
  • Tritt diese Angst auf, wenn Sie auf eine ordnungsgemäß gesicherte Leiter steigen oder nur dann, wenn Sie eine Leiter hochklettern, die bei jedem Schritt wackelt?
  • Verspüren Sie diese Angst, wenn Sie angemessen an einer Hub-Arbeitsbühne gesichert werden oder nur dann, wenn Sie keine Gurte zur Verfügung haben und ungesichert hochfahren?
  • Tritt diese Angst vor dem Fallen auf, wenn Sie auf einer Maschine stehen und der Teil, in dem Sie hereinfallen könnten mit einem Geländer abgesichert ist oder nur dann, wenn es keine Geländersicherung am offenen Teil der Maschine gibt?

Wie Sie an den Fragen erkennen, kann eine starke Angst vor dem Abstürzen auch infolge von unzureichendem Absturzschutz zustande kommen. Wenn Sie ausreichend gesichert sind, werden Sie vielleicht gar keine Angst verspüren. Vielleicht ist Ihre „Phobie“ einfach nur Ihr Unterbewusstsein, das Ihnen mitteilen möchte, dass etwas nicht stimmt – dass das, was Sie tun, gefährlich ist. Beachten Sie diese Warnung und beurteilen Sie Ihre Situation. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend geschützt sind, bevor Sie fortfahren.

Wenn Ihre Angst selbst unter den besten Bedingungen auftritt, dann sollte diese Höhenangst bzw. die Angst vor dem Fallen behandelt werden. Natürlich könnten Sie immer eine Arbeit annehmen, bei der Sie nicht in der Höhe arbeiten müssen (und um ehrlich zu sein sollten Sie diese Möglichkeit in Betracht ziehen, wenn Sie wirklich starke Höhenangst haben). An dieser Stelle gehen wir aber davon aus, dass dies nicht der Fall ist. Psychiater nutzen oft die Methode der systematischen Desensibilisierung, um Patienten von einer irrationalen Angst zu heilen. Bei dieser Verhaltenstherapie wird der Patient mit dem angstauslösenden Thema (Fall) schrittweise konfrontiert. Selbstverständlich heißt das nicht, dass Sie sofort immer höheren Höhen ausgesetzt werden sollen, sondern vielmehr, dass Sie sich langsam steigern – sowohl in der Höhe als auch in dem Zeitraum, den Sie in der Höhe verbringen.

Finden Sie zuerst heraus, ab welcher Höhe Sie nervös werden. Hier können Sie gut ansetzen. Ganz gleich, ob es auf einer Scherenhebebühne, einer hydraulischen Arbeitsbühne, einer Arbeitsplattform oder in einer anderen Höhe ist, zwingen Sie sich, dies Höhe, ab der Sie nervös werden, zu erreichen und dort für eine kurze Zeit zu verharren. Versuchen Sie, sich von der Tatsache, dass Sie sich in der Höhe befinden, abzulenken. Sie können das tun, indem Sie den Blick schweifen lassen (wobei das anfangs sicher nicht die beste Lösung ist, da die visuellen Hinweise daran erinnern, dass Sie sich in der Höhe befinden), indem Sie mit der Person sprechen, die Ihnen bei der Übung hilft oder indem Sie versuchen, Arbeiten zu erledigen. Stellen Sie immer sicher, dass alle notwendigen Absturzsicherungen vorhanden sind. Erinnern Sie sich ständig daran, dass Sie geschützt sind – dass die Geräte überprüft wurden sind – und dass die Maschine ordnungsgemäß betrieben wird. Wenn Ihnen alles zu viel wird, dann kommen Sie wieder nach unten. Beim nächsten Mal versuchen Sie, etwas länger oben zu bleiben. Wenn Sie sich dann in der Höhe wohl fühlen, erhöhen Sie Ihren Standort. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass diese Technik sehr zeitaufwendig ist und Sie das wahrscheinlich nicht während Ihrer Arbeitszeit üben können.

Wenn Sie in der Höhe arbeiten und sich noch immer nicht einhundertprozentig wohl fühlen, dann schauen Sie nach weiteren Absturzsicherungsoptionen. Es gibt nichts dagegen einzuwenden, die vorgeschriebenen Absturzsicherungsmaßnahmen zu verdoppeln. Wenn Sie zum Beispiel Angst davor haben, selbst über das Geländer fallen zu können, dann sichern Sie sich zusätzlich mit einem angeschlagenen Gurt. Tun Sie alles, was notwendig ist, um sich sicher und wohl zu fühlen. Versuchen Sie aber nicht, ein Held zu sein. Verstecken Sie Ihre Angst nicht vor Ihrem Vorgesetzten, weil es Ihnen zum Beispiel peinlich ist. Wenn Sie sich unwohl in der Höhe fühlen und wirklich gar nichts Ihre Angst verringern kann, dann bringen Sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr, da Sie sich nicht auf Ihre Aufgaben konzentrieren können. Schlimmer noch: Sie könnten ohnmächtig werden und den Absturz verursachen, vor dem Sie sich fürchten.

Höhenängste können auch ein medizinisches Problem sein. Bei einer extremen Höhenangst sollten Sie also unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen. Wenn der Körper zum Beispiel nicht in der Lage ist, angemessen das Gleichgewicht zu halten, kann das auch der Grund für eine Höhenangst sein. Sprechen Sie mit Ihrem Doktor und finden Sie heraus, wie die Symptome behandelt werden können. Falls Sie Medikamente bekommen sollten, dann klären Sie mit Ihrem Doktor, ob diese Nebenwirkungen haben, die Ihre Arbeit beeinflussen können oder gar andere In Gefahr bringen. Am Ende können nur Sie selbst einschätzen, inwieweit und wie stark die Angst in der Höhe ein Problem darstellt. Sprechen Sie darüber und bitten Sie, nach Möglichkeit, darum, in einem anderen Bereich eingesetzt zu werden, bis Sie Ihre Höhenangst unter Kontrolle haben. Wenn Sie vermuten, dass ein Mitarbeiter diese Angst hat, dann sprechen Sie mit ihm. Wenn Sie sich weigern, Ihre Höhenangst anzuerkennen, dann bringen Sie sich und alle um Sie herum tatsächlich in Gefahr!

Verfasst am 17/08/2015 um 01:56 PM
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