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Arbeitssicherheit Blog

26/10/2015

Ergonomie in der Industrie: Was ist das und warum sollte mir das nicht gleichgültig sein?

Die Ergonomie wird als eine Forschungsrichtung definiert, die sich mit der Anpassung der idealen Arbeitsbedingungen an den Menschen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht der Schutz des Individuums. Im Bereich der Arbeitssicherheit bezeichnet es normalerweise die Anpassung der Arbeit an eine bestimmte Person. Dies wird aus zahlreichen Gründen getan: ein bequemer Arbeitsplatz, erhöhte Produktivität, Verringerung der Muskelermüdung (um nur einige zu nennen). Aber die treibende Kraft hinter der Forderung von ergonomischen Standards ist die steigende Häufigkeit von arbeitsbedingten Muskel- und Skelett-Erkrankungen(MSE). Dazu gehören u.a. Sehnenentzündungen, Rückenschmerzen, Muskelzerrungen oder das Karpaltunnelsyndrom.

In einer Büroumgebung wird die Ergonomie insbesondere durch die Höhe von Schreibtisch und Computer-Monitor, der richtigen Körperhaltung, z.B. durch die richtige Platzierung der Handgelenke auf dem Schreibtisch sowie der Anpassung des Stuhles umgesetzt (Lesen Sie mehr dazu im Artikel: „Wie ein Stehschreibtisch dir das Leben retten kann?“). Während sich Schreibtisch-, Stuhl- und Monitor-Höhen einfach einstellen lassen, ist dies bei Maschinen-Bedienelementen nicht so einfach. Es ist oft nicht möglich, die Geräte, Maschinen und Instrumente an alle Personen anzupassen so dass die Lösung in der Industrie oftmals darin gefunden wird, die Einzelpersonen an die Arbeitstätigkeit anzupassen.

Bei der Ergonomie in der Industrie muss u.a. darauf geachtet werden, wie die Arbeiter in eine angebrachte Arbeitshöhe befördert werden, wie man sie vor regelmäßigem oder sich wiederholenden Überdehnungen schützt und wie man Verdrehungen reduziert. Einige ergonomische Verbesserungen werden durch den Einsatz von sicheren Zugangslösungen und maßgeschneiderten Arbeitsplattformen durchgeführt und andere müssen durch die Anpassung von Werkzeugen umgesetzt werden (zum Beispiel durch einen längeren Griff) oder in der Änderung des gesamten Arbeitsprozesses. Oftmals wird das Personal über die korrekte Körperhaltung und die regelmäßig ergonomische Abwechslung von Arbeitsaufgaben geschult.

Bisher haben wir geschrieben, WAS Ergonomie in der Industrie bedeutet, aber was ist mit dem WARUM? Warum sollte Ihnen die Industrie-Ergonomie nicht gleichgültig sein? Die Antwort ist denkbar einfach:

1. Sie sorgen sich um Ihre Angestellten.
2. Sie sorgen sich um Ihr Geld.

In Deutschland und auch im Rest Europas zählen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) zu den häufigsten Berufskrankheiten. Laut einer Studie der Krankenkassen in 2012 sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehltage. 26,5 Prozent aller Arbeitsunfähigkeits-Tage fielen auf MSE zurück. Weiterhin sind MSE auch eine weit verbreitete Ursache für Frühberentungen.

Quelle: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (Hrsg.): Volksleiden Rückenschmerzen. URL: http://www.bvpraevention.de/cms/index.asp?inst=bvpg&snr=9975 (Stand: 19.10.2015)

MSE kommen mit der Zeit. Umso frühzeitiger die Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Viele Angestellte wissen oft gar nicht, dass sie MSE haben und Sie werden eher Aussagen hören, wie „Oh, ich habe mir gerade meinen Rücken verdreht“ oder „Mein Handgelenk ist entzündet“. Dann arbeiten die Angestellten weiter, in der Hoffnung, dass die Schmerzen vorüber gehen.

Schützen Sie Ihre Angestellten! Ermitteln Sie die Risikofaktoren am Arbeitsplatz und leiten Sie entsprechende Maßnahmen ein. Stellen Sie sicher, dass die Angestellten dabei immer vor Unfällen geschützt sind. Mit einem zusätzlichen Angebot von Sport- und Wellnessprogrammen können Sie Ihre Angestellten dazu motivieren, ihre Gesundheits-Gewohnheiten zu verbessern.

Zusammengefasst spart eine gute Ergonomie nicht nur viel Geld, sondern sie verhindert auch, dass Ihre Angestellten Schmerzen und Unbehagen spüren. Und denken Sie immer daran: Vorbeugen ist besser als heilen!

Verfasst am 26/10/2015 um 08:04 AM
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