10 Tätigkeiten, die auf dem Dach vermieden werden sollten

10 Tätigkeiten die Sie auf Dächer vermeiden sollten

Es ist allgemein bekannt, dass Dächer gegen Abstürze gesichert werden müssen. Deshalb gibt es verschiedene Maßnahmen, um Abstürze verhindern. Die Hersteller von Absturzsicherungssystemen bieten entweder Kollektivschutz- oder Individualschutzlösungen an. Es ist zu beachten, dass der Kollektivschutz dem Individualschutz wo möglich vorzuziehen ist.

Sobald alle Sicherungsmaßnahmen auf dem Dach getroffen sind, ist anzunehmen, dass nichts mehr passieren kann. Doch auch dann, muss man darauf achten, wie man sich auf dem Dach verhält. Wir stellen Ihnen zehn Tätigkeiten vor, die auf dem Dach vermieden werden sollten:

1. Rückwärtslaufen

Das Rückwärtslaufen ist sehr gesund: Es schont die Gelenke und baut Angst ab. Auf dem Dach ist das Rückwärtslaufen aber sehr gefährlich! Es ist sehr wichtig, zu sehen, wo man lang läuft. Manchmal befinden sich zum Beispiel Flüssigkeiten auf dem Dach, die nicht entfernt wurden und auch Objekte, über die man stolpern oder hineinfallen kann. Idealerweise werden gefährliche Bereiche zumindest mit Kettenständern abgegrenzt, um den Laufweg zu markieren. Aber auch diese sieht man nur beim Vorwärtslaufen.

2. Alkohol trinken

Alkoholkonsum ist sehr gefährlich am Arbeitsplatz, obwohl es im Arbeitsrecht kein absolutes Alkoholverbot gibt. Dennoch entstehen bereits ab 0,3 ‰ Alkohol im Blut eine Einschränkung des Sehfeldes und Probleme bei der Entfernungseinschätzung. Zudem nimmt die Aufmerksamkeit ab. Stellen Sie sich vor, was ab 0,5 ‰ im Blut passiert: Die Risikobereitschaft kann deutlich erhöht werden und schon ab 0,8 ‰ gibt es Gleichgewichtsstörungen und deutliche Enthemmungen. Sollte ein Dacharbeiter dennoch zum Alkohol während der Arbeit greifen und verunglücken, dann haben die Betroffenen Probleme mit der Versicherung, die in solchen Fällen wegen Fahrlässigkeit nicht zahlt.

3. Rauchen

Der Arbeitgeber ist aufgrund seines Eigentums- und Hausherrenrechts grundsätzlich berechtigt, einseitig ein Rauchverbot am Arbeitsplatz einzuführen. Ist dies nicht der Fall, ist der Arbeitsgeber dazu verpflichtet, erforderliche Maßnahmen zu treffen, um die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch zu schützen (nach § 5 der Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV). Doch wie verhält es sich mit dem Rauchen, wenn man auf dem Dach arbeitet? Gibt es dort irgendwelche Bereiche, in denen das Rauchen erlaubt ist? Überlegen Sie sich, wie gefährlich die Zigarettenstummel sind, wenn diese nicht im Aschenbecher landen! Sie können die Dachmembrane beschädigen. Auf keinem Fall sollte man die Zigarettenstummel über den Dachrand werfen. Zum einen könnten Fußgänger getroffen werden, zum anderen handelt es sich um Umweltverschmutzung.

4. Handy beim Laufen benutzen

Das Laufen mit verbundenen Augen ist vergleichbar mit dem Laufen während Sie auf dem Handy tippen. Durch die Handy-Nutzung ist der Dacharbeiter abgelenkt, sein Bewusstsein wird reduziert und das unsichere Verhalten wird verstärkt. Häufig kommt man während dem Tippen einfach vom Weg ab, was auf dem Dach besonders gefährlich ist, da dort viele Absturz-, Rutsch- und Stolperfallen lauern.

5. Ausschau halten

Wäre es nicht spannend, auf einem Dach von einem Hochhaus in Frankfurt zu arbeiten und die schöne Skyline zu bewundern? Ja klar! Aber bitte halten Sie nur dann Ausschau, wenn Sie sich nicht bewegen. Wie schon weiter oben erwähnt, besteht auf den Dächern Absturz-, Rutsch- und Stolpergefahr.

6. Auf Lichtkuppeln aufstützen

Wollen Sie gern mal eine Lichtkuppel testen? Auf keinen Fall! Viele Lichtkuppeln sind aus PMMA-Acryl oder Polycarbonate gemacht – aus diesen Kunststoffen werden zum Beispiel auch Brillengläsern und CDs gefertigt. Der Kunststoff wird durch UV-Einstrahlung spröde und es dauert nur wenige Sekundenbruchteile, um durch so eine Lichtkuppel durchzufallen. Aus diesem Grund sollten Absturzsicherungen für Lichtkuppeln installiert werden.

7. Flexen

Insbesondere während der Durchführung von Schlosser- oder Spenglerarbeiten, wie der Reparatur von Dachrinnen, Attikaabdeckungen oder Blechverkleidungen, ist das Arbeiten mit einer Flex sehr beliebt. Beim Flexen kann man sich sehr schnell an der Trennscheibe verletzten – zudem haben die glühenden Funken ca. 1500°C. Das stellt nicht nur eine Gefahr für die Dacharbeiter dar, im schlimmsten Fall kann die Dachhaut und das Dach in Brand gesteckt werden.

8. Musik durch Kopfhörer hören

Heutzutage ist das Musikhören unterwegs dank Smartphones und iPods völlig selbstverständlich geworden. Hört man häufig sehr laute Musik durch die Kopfhörer, kann dies zu Hörschäden führen. Wenn man auf dem Dach arbeitet, sollte man auf keinen Fall Musik durch Kopfhörer hören. Sie könnten Gefahrensignale auf dem Dach überhören oder nicht mitbekommen, wenn sich jemand anderes in Gefahr befindet und Ihre Hilfe benötigt.

9. Müll liegen lassen

Allgemein sollte man nie Müll liegen lassen. Auf dem Dach ist es besonders gefährlich. Scharfe Metallstücke oder Glassplitter können die Dachabdichtung zerstören und erhöhen zudem das Risiko einer Verletzung bei Stürzen oder Arbeiten. Des Weiteren könnten durch Wind kleine Splitter in die Augen gelangen. Nahrungsmittelreste können Tiere anlocken und zum Nisten verleiten. Halten Sie daher unbedingt Ordnung auf dem Dach und räumen Sie immer gründlich auf.

10. Auf Eternit laufen

Manche ältere Dächer, im Besonderen Hallendächer sind mit Wellplatten aus Eternit abgedeckt und sind nicht durchtrittsicher. Es besteht erhebliche Durchsturzgefahr. Wenn man so ein Dach mit eingeschränkter Tragfähigkeit besteigen muss, sollte man einen Laufsteg oder eine Arbeitsplattform nutzen. Simplified Safety bietet Zugangssysteme für Industriedächer . Wenn man diese richtig anwendet, muss man keine Angst vor älteren Dächern haben! Beachten Sie aber bitte weiterhin die oben stehenden Tipps.

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