5. Platz für Sachsen in der Negativstatistik

Es steht schlecht um die Arbeitssicherheit in Sachsen. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist so hoch wie zuletzt 2002 und nur in den Bundesländern Thüringen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegt sie noch höher. Sachsen rangiert somit inzwischen auf Platz 5 der Negativstatistik.

Besorgniserregende Zahlen

235 Arbeitsunfälle mit schweren Verletzungen als Folge waren 2010 zu verzeichnen. 18 davon hatten sogar den Tod zur Folge. Im Jahr 2002 gab es 173 schere Unfälle, 19 davon mit Todesfolge. In den zwischen liegenden Jahren war die Zahl stetig gesunken. Jetzt geht die Tendenz aber wieder nach oben, berichtet www.arbeitssicherheit.de.

Arbeitsunfall

Nur die Spitze vom Eisberg

Diese Änderung wird von Experten der Unfallkassen und Gewerkschaften als Trendumkehr bewertet. Als Ursache für diese Negativentwicklung könne nicht nur die anlaufende Konjunktur sein. Der Landesverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) warnt vielmehr, die gesamte Arbeitssicherheit sinke. "Das ist nur die Spitze vom Eisberg", so Markus Schlimbach, Vize-Vorsitzender des sächsischen DGB. Auch die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle mit Krankschreibung sei gestiegen.

Bevölkerung Sachsens nimmt ab

Besonders vor dem Hintergrund, dass die sächsische Bevölkerung aufgrund eines kontinuierlichen Stellenabbaus und des demografischen Wandels abnimmt, sollten die Zahlen zu denken geben.

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