Abstürze vermeiden mit Unfallfragebogen

Nicht alle Unfälle werden gemeldet

Abstürze ohne schwere gesundheitliche Folgen, werden an den Unfallversicherungsträger meist nicht gemeldet. Hierunter fallen auch Unfälle mit einer folgenden Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen und vor allem Beinaheunfälle. Doch auch aus Angaben zu diesen Vorkommnissen lässt sich nützliches Wissen für die Vermeidung von weiteren Unfällen und zur Optimierung der Persönlichen Schutzausrüstung gewinnen. Aus Fehlern lernt man eben doch am Besten, berichtet arbeitssicherheit.de.

Lernen aus Fehlern

Der Fachausschuss Persönliche Schutzausrüstung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft erarbeitete daher einen Fragebogen, der über die Unfallursache und den Unfallhergang aufklärt. Hierdurch soll der Grund für die Absturzunfälle ermittelt werden. Auch Fotos von der Unfallstelle oder der verwendeten Persönlichen Schutzausrüstung können dem Fragebogen beigefügt werden.

Mit Unfallfragebogen Abstürze vermeiden

Fragebogen als Präventionshilfe

Letztendlich erhofft sich der Fachausschuss durch die statistische Auswertung der Fragen »Erkenntnisse über die näheren Zusammenhänge des Unfallhergangs insbesondere durch Versagen der Schutzausrüstung, nicht bestimmungsgemäßer Benutzung, und menschlichem Fehlverhalten«. Das ist dem Beipackzettel des Fragebogens zu entnehmen. Ausgewertet werden die Bögen laut dem Fachausschuss ohne Weiterleitung an den Unfallversicherungsträger. Mit folgender Ausnahme: »Sollte eine Veröffentlichung einzelner anonymisierter Unfälle geplant sein, geschieht dies erst nach Genehmigung des Meldenden.«

Meldebogen einreichen

Eingereicht werden kann der Meldebogen per E-Mail oder auf postalischem Weg. Zu finden sind die Fragebögen auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unter www.dguv.de/psa. Sollten Sicherheitshinweise beziehungsweise Maßnahmen aus den Unfallmeldungen abgeleitet werden, wird die jeweilige meldende Stelle informiert.

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