Welche Absturzsicherung ist die richtige Wahl?

Absturzsicherungen sollen helfen, bereits im Vorfeld Abstürze zu verhindern (Kollektivschutz) oder zu stoppen (Individualschutz), doch welche Art ist die Richtige für Ihren Anwendungsfall. Der Einsatz von Absturzsicherungsmaßnahmen gewinnt an Bedeutung, wenn man weiß, dass jeder dritte tödliche Arbeitsunfall mit einem Absturz zusammenhängt (Laut Unfallstatistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA)).

Kollektivschutz vor Individualschutz

Die Absturzhöhe, die Art, Dauer und Häufigkeit der Arbeiten sind bei der Auswahl der Absturzsicherung von hoher Bedeutung. Der Kollektivschutz sollte den Vorrang vor dem Individualschutz denießen, da er Abstürze von vorneherein verhindert. Im Anhang 2 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) heißt es zudem, dass für „zeitweilige Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen dem kollektiven Gefahrenschutz Vorrang vor dem individuellen Gefahrenschutz eingeräumt werden muss“. Grundsätzlich lassen sich drei Methoden unterscheiden: Kollekivschutz, Auffangeinrichtungen und Individualschutz.

Kollektivschutz

Freistehende Sicherheitsgeländersysteme, wie unser KEE GUARD – System, verhindern Gefahren am wirksamsten, da Personen von Gefährdungsbereichen fern gehalten werden. Weder Auffangeinrichtungen noch Anseilschutz können dies leisten, denn sie mildern nur die Folgen im Falle eines Absturzes. Sofern möglich sollten daher alle Gefahrenbereiche mit kollektiven Sicherungsmaßnahmen geschützt werden. Dazu gehören sowohl die Außenbereiche von Flächen, wie Dachkanten, aber auch „Löcher“, wie Lichtkuppeln und Dachzugänge.

Auffangeinrichtungen

Arbeiten an Dachkanten sind ein Beispiel, wo Kollektivschutz nicht einsetzbar ist, da sie dem Arbeiter in seiner Tätigkeit stören. Diese Bereiche müsse daher Auffangeinrichtungen aufweisen, die den Stürzenden auffangen und so weitere Gefahren abwenden. Schutzgerüste, Schutznetze und Schutzwände sind nur einige Beispiele für Auffangeinrichtungen, die ausreichend stabil sind, um die auftretenden Kräfte im Falle eines Absturzes aufzunehmen und abzuleiten. Die Berufsgenossenschaftliche Information (BGI) 826 „Schutz gegen Absturz“ hilft bei der Auswahl und dem richtigen Einsatz von Auffangsystemen.

Anseilschutz

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz kommt in Form eines Anseilschutzes zum Einsatz, wenn kollektive Absturzsicherungen und Auffangeinrichtungen nicht eingesetzt werden können. PSA gegen Absturz erfordert grundsätzlich die Bereit- und Sicherstellung geeigneter Rettungsmaßnahmen um die im Gurt hängende Person innerhalb von 20 min. wieder auf sicheren Boden zu helfen und ggfs. die medizinische Versorgung in angemessener Zeit sicherzustellen. Diese Informationen und Vorschriften sind in der Berufsgenossenschaftliche Regel (BGR) 198 „Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz“ zu finden.



Fazit

Vorbeugen statt Auffangen! Kollektivschutz vor Auffangeinrichtungen und Individualschutz, so können wir diesen Artikel in Kürze zusammen fassen. Setzen Sie bei der Auswahl der richtigen Sicherheitslösung auf Gesetzes- und Normenkonformität, denn nur so können Sie sicherstellen, dass das gewählte System die beschriebenen Eigenschaften auch erfüllt.

Auswahlhilfe: Absturzsicherung
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