Die Gefahren beim Arbeiten in der Kälte

Gefahren bei Arbeiten in der Kälte

Die kalte und glatte Jahreszeit ist wieder da. Einige von uns setzen sich gemütlich vor den warmen Kamin, während andere in der Kälte arbeiten müssen.

Sollten Sie zu den Menschen gehören, die auch im Winter draußen arbeiten, dann passen Sie auf, dass Sie nicht krank werden: Insbesondere bei starkem kalten Wind kann man sich sehr schnell eine Erkältung oder gar einen grippalen Infekt einfangen. Wählt man die falsche Kleidung, sind auch Erfrierungen möglich. Bevor Sie draußen arbeiten, sollten Sie sich bewusst machen, welche Gesundheits- und Sicherheitsrisiken die Kälte verursachen kann. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps, um sicher und gesund durch den Winter zu kommen:

Vergessen Sie nicht Ihre Gliedmaßen!

Tragen Sie mehrere Kleidungsschichten, die Sie entsprechend hinzufügen oder entfernen können, bevor Sie in die Kälte gehen. So können Sie die Schichten je nach Temperaturänderung anpassen. Die oberste Schicht sollte dabei aber immer wasserdicht sein. Durch Wettereinflüsse wie Wind, Niederschlag, starker Sonneneinstrahlung und plötzlichem Schatten kann Ihr Kalt- oder Wärmegefühl drastisch verändert werden. Die Kleidungsschichten schützen Sie vor dem Wind und der Kälte. Tragen Sie zudem wasserdichte Sicherheitsschuhe sowie Handschuhe, um Ihren Körper trocken und warm zu halten. Insbesondere Ihre Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Nasenspitze oder Ohren sind anfälliger für Erfrierungen als andere Teile des Körpers – Sobald Ihre Körpertemperatur sinkt, wird die Durchblutung im Kern erhöht, um Ihre lebenswichtigen Organe zu schützen. Ihre Gliedmaßen zahlen also den Preis. Zögern Sie deshalb nicht, Hand- und Fußwärmer zu kaufen. Nehmen Sie zudem immer trockene Kleidung mit. Wenn Ihre Kleidung nass wird, können Sie sich gegebenenfalls umziehen. Schützen Sie auch Ihren Kopf vor der Kälte. Am besten ist es, wenn Sie eine Isolierung unter Ihrem Helm tragen. Passen Sie dabei auf, dass Sie sicher bleiben: Sollte der Kopfschutz zu sperrig sein oder zu leicht vom Kopf abgleiten, ist das nicht sicher – Kreieren Sie also keine neue Gefahr, um eine andere zu beheben.

Machen Sie Pausen in der Wärme

Wenn es extrem heiß ist, machen wir öfter Pausen im Schatten, um nicht in der prallen Sonne zu bleiben. Das gleiche gilt bei extrem kalten Wetter. Machen Sie ab und zu eine Pause an einem warmen und trockenen Ort, um sich aufzuwärmen. Verlegen Sie nach Möglichkeit die Arbeitszeiten, die Sie draußen verbringen, zu der wärmsten Zeit des Tages. Achten Sie immer auf die Signale Ihres Körpers: Sollten Sie Symptome von Erfrierungen und Unterkühlung spüren, begeben Sie sich an einen warmen Ort.

Ein Hinweis an die Vorgesetzten: Ein paar extra Minuten Pausenzeit kosten Ihnen viel weniger als der Aufenthalt des Angestellten im Krankenhaus.

Kein Alkohol und Kaffee bei Arbeiten in der Kälte!

Eigentlich sagt es bereits der gesunde Menschenverstand, - da dieser aber subjektiv ist, möchten wir hier nochmal hervorheben: Essen Sie warmes Essen und trinken Sie heiße Getränke. Das hilft Ihnen, während der Arbeit warm zu bleiben. Egal ob Suppe, Bratwurst, Chilli con Carne oder andere Mahlzeiten – Hauptsache warm. Bei den Getränken wollen wir zwei spezifische hervorheben: Alkohol und Kaffee. Selbstverständlich weiß jeder, dass Alkohol nicht am Arbeitsplatz getrunken werden soll, aber lassen Sie uns annehmen, dass Sie sich gerade auf ein Ski-Wochenende vorbereiten. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Glauben macht Alkohol nicht wärmer. Vielleicht hat man das Gefühl, dass einem wärmer ist und man die Kälte nicht mehr so stark spürt, doch Alkohol erhöht nicht die Körpertemperatur. Tatsächlich verursacht Alkohol, dass Ihnen schneller kalt wird. Auch der übermäßige Genuss von Kaffee kann gefährlich sein – er reduziert den Blutfluss Ihrer Gliedmaßen und kann Frostbeulen verursachen.

Erkennen Sie die Symptome

Stellen Sie sicher, dass die Personen, die in extremer Kälte arbeiten, darauf geschult werden, die Symptome von Erfrierungen und Unterkühlung erkennen. So können kleinere Probleme behandelt werden bevor sie zu großen Problemen werden. Sorgen Sie zudem dafür, dass mindestens eine Person in der Gruppe einen Erste Hilfe Kurs hatte, so dass diese den anderen Mitarbeitern im Notfall helfen kann.

Schneeschaufeln, Schneefräsen und Frost

Viele Menschen landen jedes Jahr im Krankenhaus als Folge Ihrer Arbeit bei der Schneebeseitigung. Seien es Rückenschmerzen oder gar ein Herzinfarkt - Schnee schaufeln verletzt viele Leute, da sie sich überanstrengen. Heben Sie den Schnee nicht, sondern schieben Sie diesen stattdessen. Eine weitere Option wäre der Einsatz einer Schneefräse.

Wo wir gerade über Schneefräsen schreiben – auch diese können gefährlich sein. Sollten Sie diese zum Beispiel in Ihrer Garage oder in Ihrem Schuppen aufwärmen, kann es zu einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung führen. Aus diesem Grund sollten Sie diese nur draußen in Betrieb nehmen. Insofern Sie eine elektrische Schneefräse verwenden, stellen Sie sicher, dass diese in einer Steckdose mit Schutzschalter angeschlossen ist. Sollte die Schneefräse irgendwelche Probleme verursachen, dann schalten Sie diese sofort aus (oder ziehen Sie zur Not den Stecker raus). Benutzen Sie nie Ihre Hände, um den Schnee wegzuräumen – Nutzen Sie zum Beispiel einen Besen.

Denken Sie daran, das Eis von Gehwegen, Parkplätzen und Arbeitsflächen und Ihren eigenem Hof zu entfernen. Stellen Sie zudem sicher, dass Sie umweltfreundliche Produkte verwenden. Sollte es notwendig sein, auf einer vereisten Fläche zu laufen, dann gehen Sie langsam mit kleinen Schritten, halten Sie Ihre Füße flach auf dem Boden und benutzen Sie Ihre Arme, um die Balance zu behalten. Schauen Sie genau, wohin Sie treten und verlassen Sie das Eis so schnell wie möglich. Sollten Sie eine vereiste Fläche betreten, während Sie aus einem Auto oder anderem Fahrzeug steigen, dann stellen Sie BEIDE Füße auf dem Boden, bevor Sie aufstehen. Mit einem Fuß rutschen Sie viel schneller aus, was unter anderen zu Knochenbrüchen und Kopfverletzungen führen könnte.

Über Guckloch-Fahrer

Kennen Sie auch die Guckloch-Fahrer? – Diese kratzen sich einfach schnell eine „Guckloch“ in die Frontscheibe und fahren los. Das ist nicht nur gefährlich, sondern ist in den meisten Ländern auch verboten und verstößt gegen das Straßenverkehrsgesetz. Und das hat Folgen! (Lesen Sie mehr dazu in: Das kostet im Winter Bußgeld). Wenn Sie mit dem Auto fahren, müssen Sie nicht nur in der Lage sein, alles zu sehen, sondern auch gesehen zu werden. Nehmen Sie sich also die Zeit und befreien Sie Ihre Windschutzscheibe und alle Fenster vom Schnee. Vergessen Sie dabei das Dach nicht! Fahren Sie langsam und halten Sie Abstand, wenn die Straßen glatt sind.

Wie Sie sehen konnten, gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich in der kalten Jahreszeit zu verletzen. Treffen Sie sowohl privat, als auch im Job die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Passen Sie auf Ihre Mitarbeiter und auf sich auf und denken Sie, vor allem während Sie unterwegs sind, daran, dass nicht jeder so vorsichtig ist, wie Sie es sind. Setzen Sie sich nicht den Fehlern von anderen aus! Halten Sie sich im Winter sicher und warm!

Warenkorb

Show Pricing

* zzgl. Lieferkosten

Option available in footer.