Was soll man beachten, wenn man "aufs Dach steigt"?

Bei Arbeiten auf Dächern setzt man sich infolge unzureichender Sicherung oft großen Risiken aus. Selbst Arbeitgeber sind nicht immer ausreichend darüber informiert, wie ein sicheres Arbeitsumfeld, gemäß Arbeitsvorschriften, auf einem Dach auszusehen hat.

Ab wann ist der Zugang zum Dach gefährlich?

11 Tipps, die man bei dem Zugang zum Dach beachten sollte:

1. Ab wann beginnt die Arbeit in der Höhe?

KeeGuard Absturzsicherung Inspektion

Die Arbeit in der Höhe beginnt, wenn man sich 1 Meter über dem Boden befindet.

2. Mindestens 2 Personen

Arbeiten in der Höhe dürfen im Gefahrenbereich immer nur zu zweit ausgeführt werden, es sei denn man hat ein zertifiziertes PNA-System.

3. Anforderungen an die Angestellten

Personen, die ein Dach betreten, müssen sich in guter körperlicher und gesundheitlicher Verfassung befinden, um Arbeiten in der Höhe ausführen zu können.

4. Überprüfung der Dachfläche

Lichtkuppelsicherung KeeDome

Als erstes überprüft man die Beschaffenheit des Daches. Es sollte trittsicher und begehbar sein. Verschiedene Materialien bergen zudem unterschiedliche Gefahren, manche sind zum Beispiel rutschig andere hingegen trittfest.

5. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz

Vor dem Betreten des Daches ist auf die Sicherheitsausrüstung zu achten, wie zum Beispiel Sicherheitsschuhe, Warnweste und Schutzhelm. Sollte man sich in den Gefahrenbereich begeben müssen, so ist eine geeignete persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Auffanggurt und geeignetes kraftabsorbierendes Verbindungsmittel) anzulegen.

6. Bewegungsfläche

Bei ungesicherten Dachkanten ist ein Abstand von min. 2 Metern einzuhalten, da hier der absturz- gefährdete Bereich beginnt.

7. Sicherer Zugang

Leiteraufstieg

Beim Zugang zum Dach mit einer Leiter ist der sichere Stand (am besten mit Leiterstützen) besonders wichtig, insbesondere bei nicht fest montierten Leitern. Die Leiter muss 1 Meter über die Dachkante hinausragen. Nach der DIN EN 14122-4 muss die Person am Leiterausstieg mit einer selbstschließenden Sicherheitstür und einem Geländer von mindestens 1,5 Metern auf jeder Seite abgesichert werden. Achten Sie deshalb darauf, dass die Leiterausstiegs-Sicherung nach DIN EN 14122-4 normkonform ist.

Bei Treppen sollten sichere Geländer vorhanden sein.

8. Nutzung von Seilsicherungssystemen

Seilsicherung

Viele Arbeiter nutzen existierende Individualschutz-Absturzsicherungen nicht. Als Gründe hierfür werden oft der beschränkte Bewegungsfreiraum und der erhöhte Zeitaufwand angeführt. Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass die Absturzsicherungen bei Dacharbeiten genutzt werden.

9. Ungesicherte Lichtkuppeln vermeiden

Gebrochene Lichtkuppel

Eine der größten Gefahrenpunkte auf dem Dach stellen nicht trittsichere Lichtkuppeln dar, welche, sofern ungesichert, den Eindruck erwecken, dass sie durchsturzsicher sein könnten. Man darf aber nicht vergessen: Selbst zunächst trittsichere Kuppeln verlieren ihre Schutzfunktion durch Wind, Wetter und UV – Licht bereits wenige Wochen nach der Montage.

10. Gleichmäßige Verteilung der Dachlasten

Man sollte unbedingt beachten, dass nicht alle schweren Materialien innerhalb eines kleinen Bereichs platziert werden.

11. Gefährdungsanalyse und Rettungsplan

Wenn es zu einem Unfall kommen sollte, muss man wissen, wie man der Person, die abgestürzt ist, helfen kann. Der Rettungsprozess sollte nicht länger als 20 Minuten dauern.

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